3. Ultraschall (Sonographie)

Ultraschall


Was ist eine "Sonographie"?

"Einfacher" Ultraschall

Ultraschallgeräte erzeugen Bilder des menschlichen Körpers mit Hilfe von Schallwellen. Die verwendeten Schallwellen liegen hierbei weit außerhalb des menschlichen Hörvermögens. Die Schallwellen werden von einem Schallkopf aus in den Körper gesandt. Im Körper kommt es an Grenzflächen zwischen unterschiedlichen Geweben zu einer Reflexion eines Teils der Schallwellen. Der Anteil der reflektierten Schallwellen ist abhängig von der Art und der Zusammensetzung der beteiligten Gewebe. Ein Teil der reflektierten Schallwellen wird hierbei zum Schallkopf zurückgeworfen ("Echo").
Der Schallkopf dient gleichzeitig als Empfänger der reflektierten Schallwellen. Aus der Reflektionsrichtung und der Zeitdauer zwischen Aussenden und Empfangen der Schallwellen berechnet ein Rechner das Schallbild. Dieses wird in Form unterschiedlicher Graustufen auf einem Monitor dargestellt. Treffen die Schallwellen im Körper auf Knochen oder Luftblasen ( z. B. im Magen-Darm-Trakt), so werden sie vollständig zum Schallkopf zurückgeworfen. Tiefere Strukturen können dann nicht mehr dargestellt werden. Die Ultraschalluntersuchung des Bauches wird daher um so erfolgreicher sein, je weniger Luft sich im Magen und in den Därmen befindet.

Farbkodierte Dopplersonographie

Eine Sonderform des Ultraschalls ist die sog. farbkodierte Dopplersonographie (FKDS) die eine Beurteilung der Blutströmung erlaubt.
Schallwellen, die von bewegten Objekten ausgesendet oder von diesen reflektiert werden, unterliegen im Vergleich zum ruhenden Objekt einer Veränderung ihrer Tonhöhe. Diesen Effekt kann man täglich im Straßenverkehr beobachten. Motorengeräusche oder Sirenen hören sich höher an solange sich ein Fahrzeug auf uns zu bewegt und tiefer wenn es sich von einem entfernt. Diese Phänomen wird physikalisch als Doppler-Effekt bezeichnet und bildet die Grundlage der FKDS.
Als bewegte Objekte dienen die Blutzellen, deren Richtung und Geschwindigkeit mit Hilfe des Doppler-Effektes berechnet werden können. Die Meßwerte lassen sich anschließend als Farben oder als Geräusche darstellen und erlauben beispielsweise die Beurteilung von Durchblutungsstörungen.

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Wozu dient die Sonographie?

Schwerpunkte der sonographischen Diagnostik sind die Beurteilung der Ober- und Unterbauchorgane, des Halses (einschließlich der Schilddrüse) sowie der weiblichen Brust. Darüber hinaus findet der Ultraschall auch Anwendung zur Darstellung des Weichteilmantels, von Gelenkstrukturen sowie der Gefäßen (siehe auch FKDS).

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Was ist vor der Untersuchung zu beachten?

Bei der Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes wird die Untersuchungsqualität sowohl durch Luft als auch durch Darminhalt erheblich beeinträchtigt. Die Bauchorgane sind hierbei in unterschiedlichem Ausmaß in der Beurteilung eingeschränkt. Aus diesem Grund sollten Sie am Vortage der Untersuchung keine blähenden Speisen zu sich nehmen und am Tage der Untersuchung nüchtern bleiben (keine Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme!). Zudem kommt es durch Nahrungsaufnahme zu einer Ausschüttung von Gallenflüssigkeit aus der Gallenblase, wodurch sich diese verkleinert und schlechter beurteilbar ist.

Bei Ultraschalluntersuchungen anderer Körperregionen (z.B. Hals, Brustdrüse oder Weichteilmantel) sind keine Besonderheiten zu beachten.

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Informationen zum Untersuchungsablauf

Um ein gutes, störungsfreies Bild zu erhalten, darf zwischen dem Schallkopf und der Haut keine Luft mehr vorhanden sein, da die Schallwellen sonst nicht in den Körper eindringen können. Dies wird durch ein Gel sichergestellt, welches auf Ihre Haut und/oder den Schallkopf aufgebracht wird. Die zu untersuchenden Körperbereiche werden anschließend aus verschiedenen Richtungen begutachtet. Der untersuchende Arzt wird Sie dabei u.U. auffordern, bestimmte Körperpositionen einzunehmen, in denen er den Untersuchungsbereich am besten einsehen und beurteilen kann.
Bei der Untersuchung des Bauchraumes begünstigt tiefes Einatmen die Untersuchbarkeit, es läßt die Oberbauchorgane unter den Rippen hervortreten, so daß auch die Anteile eingesehen werden können, die in der Ausatmungsphase von der Lunge verdeckt werden.

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Mögliche Komplikationen

Die Sonographie gilt als komplikationslose Untersuchung.

Der Ultraschall überträgt zwar Energie auf den Körper, deren Auswirkung nicht definitiv zu beurteilen ist. Letztendlich sind im langjährigen, weitverbreiteten Einsatz jedoch keine Nebenwirkungen beobachtet worden. Bei Schwangeren sollten die Untersuchungen sicherheitshalber auf das nötige Maß begrenzt werden, insbesondere die farbkodierte Dopplersonographie.

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