2. Computertomographie


Was ist eine "Computertomographie"?

Bei der Computertomographie (CT) handelt es sich um eine Untersuchung, bei der der Körper von einer Röntgenröhre und den zugehörigen Detektoren umkreist wird. Die Röntgenröhre sendet während der Untersuchung eine kontinuierliche Röntgenstrahlung aus. Röhre und Detektoren sind hierbei im CT Gehäuse untergebracht und von außen nicht sichtbar. Aus den gewonnenen Daten lassen sich anschließend "Scheiben" des untersuchten Körpers errechnen und darstellen (Details).

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Wann wird eine Computertomographie gemacht?

Maßgeblicher Vorteil der Computertomographie ist eine hohe räumliche Auflösung bei kurzer Untersuchungszeit, die auch den Einsatz bei schwerkranken oder schwerverletzten Patienten ermöglicht, sowie ein vielseitiges Einsatzspektrum, das vom Schädel bis zum Fußskelett reicht. Durch die hohe räumliche Auflösung lassen sich auch sehr kleine Strukturen, z.B. die Gehörknöchelchen darstellen. Die scheibenförmige Darstellung läßt eine genaue Lokalisation von krankhaften Prozessen zu.
Die Aussagekraft der Untersuchung wird für viele Fragestellungen durch die Injektion eines Röntgenkontrastmittels gesteigert (siehe auch Kapitel "Kontrastmittel in der Radiologie"). Die Kontrastmittel werden benutzt um Strukturen optisch besser voneinander zu trennen oder erst sichtbar zu machen.

Neben der Bildgebung dient die Computertomographie auch der Steuerung von Eingriffen, wie beispielsweise der Gewinnung einer Gewebsprobe ("Biopsie") oder der Entlastung eines Entzündungsherdes ("Abszeßdrainage"). Diese Eingriffe können in vielen Fällen eine Operation ersetzen (siehe auch Kapitel über CT überwachte Interventionen).

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Welche Vorbereitungen sind vor der Untersuchung zu treffen?

Spezielle Vorbereitungen sind für die CT nicht nötig. Da häufig die Injektion eines Kontrastmittels nötig ist, sollten Sie in den letzten vier Stunden vor der Untersuchung nüchtern bleiben (siehe Hinweise zum Thema "Nüchtern bei Untersuchungen mit Kontrastmitteleinsatz").

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Informationen zum Untersuchungsablauf

Die Untersuchung erfolgt im Liegen, meist auf dem Rücken, spezielle Untersuchungen auch in Bauchlage. Bei Untersuchungen der Kopf- oder Halsregion bleiben die Arme während der Untersuchung neben dem Körper liegen, bei Untersuchungen des Brustkorbes (Thorax) oder des Bauches (Abdomen) werden die Arme über den Kopf nach hinten ausgestreckt, um eine bessere Untersuchungsqualität zu erreichen (andernfalls führen die Knochen der Arme zu einer starken Absorption der Röntgenstrahlung, die den wichtigen Bereichen in Brustkorb oder Bauchraum dann nicht mehr zu Verfügung steht).

Die Untersuchungsqualität hängt zudem stark von der Bewegungsruhe des Patienten ab. Ebenso wie beim Fotografieren führen Bewegungen zu Bildfehlern! Willentlich nicht zu vermeidende Bewegungen sind Herzschlag und Darmbewegungen, hingegen ist durch Anhalten des Atmens und das Unterdrücken des Schluckreflexes, je nach Untersuchungsregion, eine deutliche Qualitätsverbesserung zu erreichen.

Die Mehrzahl der Untersuchungen läßt sich durch die Gabe von Kontrastmitteln in ihrer Aussagekraft deutlich steigern, welches zu einem festgelegten Zeitpunkt der Untersuchung über eine Armvene maschinell injiziert wird. Die Wahl von Zeitpunkt, Menge und Injektionsgeschwindigkeit läßt eine unterschiedliche Betonung verschiedener Körperregionen zu und muß der jeweiligen Fragestellung individuell angepasst werden. Bei Untersuchungen des Bauchraums sollte zusätzlich eine Kontrastierung des Darmes angestrebt werden. Dieses erreicht man mit Hilfe einer stark verdünnten Kontrastmittellösung, die etwa eine Stunde vor der Untersuchung in kleinen Portionen getrunken werden sollte. Spezielle Fragestellungen erfordern zudem eine direkte Kontrastierung des Enddarms über eine Darmsonde.

Nach Lagerung des Patienten und gegebenenfalls Anschluss an die Kontrastmittelpumpe, beginnt die Untersuchungsplanung bei der zum Beispiel die obere und untere Begrenzung der Untersuchungsregion festgelegt wird, für den Patienten macht sich dies durch Bewegungen des Untersuchungstisches bemerkbar. Die eigentliche Untersuchungszeit beträgt etwa zehn bis vierzig Sekunden, unter Umständen erhält der Patient vorher Atemanweisungen. Die Untersuchungsplanung und Bilddokumentation nimmt jedoch deutlich mehr Zeit in Anspruch, so daß insgesamt zwischen 10 und 40 Minuten für eine Untersuchung zu veranschlagen sind.

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Mögliche Komplikationen

Zu Komplikationen durch Kontrastmittel siehe "Kontrastmittel in der Radiologie", zu Folgen durch Röntgenstrahlung unter "Röntgenstrahlen und ihre Gefährlichkeit".

Das Trinken der verdünnten Kontrastmittellösung bei Untersuchungen des Bauchraumes kann zu leichten Durchfällen führen.

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