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Medizinische Fakultät
der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Graduiertenkolleg GRK 246
Pathogenese von Krankheiten des Nervensystems
(Sprecher: Prof. Dr. med. Peter Propping , Institut für Humangenetik)
Neurowissenschaftliche Gesellschaft e.V.
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Ziele des Graduiertenkollegs
Forschungsprogramm
Arbeitsgruppen und Forschungsschwerpunkte
Stipendiaten und Kollegiaten des Graduiertenkollegs
Seminarplan 2004
Voraussetzungen
Das Graduiertenkolleg wird von Hochschullehrern aus der Medizinischen, der Mathematisch-
Naturwissenschaftlichen und der Landwirtschaftlichen Fakultät getragen. Medizinische und naturwissenschaftliche Doktoranden sowie junge Postdoktoranden sollen durch das Graduiertenkolleg eine gründliche wissenschaftliche Ausbildung auf solchen Gebieten erhalten, die für die Erfassung der Pathogenese von Krankheiten des Nervensystems beim Menschen von Bedeutung sind. Ein besonderes Element der wissenschaftlichen Ausbildung ist die gleichzeitige Förderung medizinischer und naturwissenschaftlicher Stipendiaten. Medizin-Doktoranden, die sich im zweiten Abschnitt ihres klinischen Studiums befinden, sollen mit naturwissenschaftlichen Doktoranden zusammengeführt und intensiv mit naturwissenschaftlichen Methoden und Konzepten vertraut gemacht werden. Umgekehrt sollen Naturwissenschaftler die Besonderheiten krankheitsbezogener Forschung kennen lernen.
Den Stipendiaten, Kollegiaten und Postdoktoranden wird ein Kurrikulum angeboten, das ihnen einen konzeptuellen und methodischen Überblick über die krankheitsbezogene neurowissenschaftliche Forschung gibt. Das Kurrikulum wird von den Hochschullehrern des Graduiertenkollegs mit ihren Arbeitsgruppen getragen, ergänzt durch ausgewählte eingeladene wissenschaftliche Gäste. Hierfür existiert ein regelmäßiges Seminar mit Teilnahmepflicht für alle Doktoranden. Die Stipendiaten, Kollegiaten und Postdoktoranden tragen ihre eigenen Arbeiten in dem Seminar ebenfalls vor. Außerdem werden Methodenkurse ausgerichtet, an denen neben den Hochschullehrern auch die Doktoranden größtenteils selber mitwirken und sich damit z. T. gegenseitig unterrichten.
Das Verständnis für die Pathogenese einer Krankheit ist entscheidende Voraussetzung für ihre Therapie oder Prävention. Für die Aufklärung der Ursachen und der Pathogenese von Krankheiten des Nervensystems werden Methoden aus allen Bereichen der biomedizinischen Wissenschaften angewandt, z. B. biochemische, physiologische, pharmakologische, molekulargenetische, klinisch-genetische, elektrophysiologische, anatomische, biometrische.
An der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn sind auf Grund ihrer umfassenden Bearbeitung die folgenden Themen zu nennen:
Epilepsie (Klinik und Poliklinik für Epileptologie, Neuropathologie, Neurochirurgie, Humangenetik, Genetische Epidemiologie, Pharmakologie, experimentelle Anästhesiologie),
Psychiatrische Genetik (Humangenetik, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Genetische Epidemiologie),
Hirntumoren (Neuropathologie, Neurochirurgie, Neurologie).
Dazu kommt die umfassende Untersuchung spinaler Muskelatrophien in der Humangenetik, die Bearbeitung der großen Gruppe neurodegenerativer Enzymdefektkrankheiten in der Arbeitsgruppe Sandhoff, der zentralnervösen Funktionen der Connexine in der Arbeitsgruppe Willecke an der Math.-Nat. Fakultät, sowie der biochemischen Mechanismen der Amyloidablagerung bei Alzheimerscher Krankheit in der Arbeitsgruppe Schmitz in der Landwirtschaftlichen Fakultät.
In der Pharmakologie und in der Humangenetik werden grundlagenwissenschaftliche Untersuchungen zur Funktion zentralnervöser Rezeptoren und zu Rezeptorvarianten durchgeführt. In der Arbeitsgruppe Schilling (Anatomie und Zellbiologie) werden am Beispiel des Kleinhirns der Maus zelluläre Mechanismen der Entwicklung zentralnervöser Zellverbände analysiert, die zum Verständnis von Entwicklungsstörungen und grundlegender Aspekte der Regeneration im Nervensystem beitragen sollen. Und am Institut für Rekonstruktive Neurobiologie untersucht die Arbeitsgruppe Brüstle die Mechanismen der neuralen Differenzierung embryonaler und adulter Stammzellen.
AG 01 (Göthert/Schlicker)
Institut für PharmakologieModifikation der Neurotransmitterfreisetzung und -wirkung als Grundlage von Funktionsstörungen des Nervensystems und als Wirkungsmechanismus von Neuropharmaka AG 02 (Propping)
Institut für HumangenetikGenetische Untersuchungen bei bipolar affektiver Störung AG 03 (Schmitz)
Institut für Anatomie der HaustiereDie Rolle der O-glykosidisch gebundenen N-Acetylglucosamin-Modifikation von Proteinen beim Prozessieren des Amyloid Precursor Proteins AG 04 (Schramm)
Klinik für NeurochirurgiePathophysiologie metabotroper Glutamatrezeptoren im epileptisch veränderten Hippokampus AG 05 (Wiestler)
Institut für NeuropathologieMolekulare Pathogenese zentralnervöser Tumoren AG 06 (Weber/Engels)
Institut für HumangenetikAG 07 (Baur/Wienker)
Institut für Medizinische Biometrie, Informatik und EpidemiologieAlgorithmen zur Haplotypisierung AG 08 (Bönisch)
Institut für PharmakologieRegulation der Expression von Zielgenen für Antidepressiva (Monoamin-Transporter und Monoamin-Rezeptoren) AG 09 (Schilling)
Anatomisches InstitutMolekulare Grundlagen der Entstehung und Differenzierung cerebellärer Neurone AG 10 (Sandhoff)
Kekulé-Institut für Organische Chemie und BiochemieMolekulare Pathogenese lysosomaler Sphingolipidspeicherkrankheiten AG 11 (Urban / Barann) Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und spezielle Intensivmedizin Molekulare Charakterisierung der Wirkungen von Antimigränepharmaka auf verschiedene menschliche 5-HT3 Rezeptorsubtypen AG 12 (Willecke)
Institut für GenetikNeurotransmitter vermittelte Funktions-Veränderungen neuronaler Connexine unter physiologischen und pathophysiologischen Bedingungen AG 13 (Elger)
Epileptologische KlinikAktivitätsabhängige Modulation der Induktion und Expression hippokampaler synaptischer Plastizität AG 14 (Rietschel)
Genetische Epidemiologie in der PsychiatriePhäntypcharakterisierung bei psychiatrischen Erkrankungen AG 15 (Swandulla)
Physiologisches Institut IIOpioiderge Modulation neurosekretorischer Neurone im Nucleus supraopticus des Hypothalamus der Ratte AG 16 (Brüstle)
Institut für Rekonstruktive NeurobiologieMechanismen der neuralen Differenzierung embryonaler und adulter Stammzellen
Stipendiaten und Kollegiaten des Graduiertenkollegs
Stand: 13.09.2004
Arbeitsgruppe Stipendiaten Kollegiaten Doktoranden-Stipendiaten 1. Prof. Dr. Manfred Göthert /Prof. Dr. Eberhard Schlicker
Institut für Pharmakologie
Reuterstr. 2b
53113 Bonn
Tel./Fax: 73-5410/-5404Thorsten Schultheiss, Arzt
Apotheker Karsten Flau 2. Prof. Dr. Peter Propping
Institut für Humangenetik
Wilhelmstr. 31
53111 Bonn
Tel./Fax: 287-2347/-2380Ärztin Kerstin Siberg
Cand. med. Faten Dahdouh 3. Prof. Dr. Brigitte Schmitz
Institut für Anatomie der Haustiere
Katzenburgweg 7-9
53115 Bonn
Tel./Fax: 73-2817/-7938Dipl. Oeco. Troph. Tobias Goschzik
4. Prof. Dr. Johannes Schramm
Neurochirurgische Klinik
Sigmund-Freud-Str. 25
53105 Bonn
Tel./Fax: 287-6500/-6573Cand. med. Dörthe Sterner
5. Prof. Dr. Otmar D. Wiestler
Institut für Neuropathologie
Sigmund-Freud-Str. 25
53105 Bonn
Tel./Fax: 287-6602/-4331Judith Anna-Maria Marx, Veterinärmedizinerin
Exam. Biol. Bettina Winzen
6. Prof. Dr. Ruthild G. Weber / Dr. Hartmut EngelsInstitut für Humangenetik
Wilhelmstr. 31
53111 Bonn
Tel./Fax: 287-2344/-2380Cand. med. Christian Hartmut Brenk
7. Prof. Dr. Max P. Baur /Prof. Dr. Thomas F. Wienker
Institut für Medizinische Biometrie, Informatik und Epidemiologie
Sigmund-Freud-Str. 25
53105 Bonn
Tel./Fax: 287-5400/-5032Cand. med. Manuel Mattheisen
8. Prof. Dr. Heinz Bönisch
Institut für Pharmakologie
Reuterstr. 2b
53113 Bonn
Tel./Fax: 73-5431/-5404Apotheker Ralf Gilsbach
Apotheker Birger Wenge
9. Prof. Dr. Karl Schilling
Anatomisches Institut
Nussallee 10
53115 Bonn
Tel./Fax: 73-2602/-7301
10. Prof. Dr. Konrad Sandhoff
Kekulé-Institut für Organische Chemie und Biochemie
Gerhard-Domagk-Str. 1
53121 Bonn
Tel./Fax: 73-5346/-7778Dipl. Chem. Susanne Brodesser Dipl. Chem. Norbert Werth
11. Prof. Dr. Bernd Urban / PD Dr. Martin Barann
Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und spezielle Intensivmedizin
Sigmund-Freud-Str. 25
53105 Bonn
Tel./Fax: 287-6703/-5157Ärztin Mina Popova
Cand. med.Ineke Maria Peters 12. Prof. Dr. Klaus Willecke
Institut für Genetik
Römerstr. 164
53117 Bonn
Tel./Fax: 0-73-4210/-4263Dipl. Biol. Kerstin Wellerhaus
Dipl. Biol. Radoslaw Dobrowolski
Dipl. Biol. Benjamin Odermatt 15. Prof. Dr. Dieter Swandulla
Physiologisches Institut II
Wilhelmstr.31
53111 Bonn
Tel./Fax: 0-287-2316/2325
16. Prof. Dr. Oliver Brüstle
Institut für Rekonstruktive
Neurobiologie
Sigmund-Freud-Str. 25
53105 Bonn
Tel. 0228 - 287 - 6607Dipl. Biol. Catharina Keller Postdoktoranden-Stipendiaten 13. Prof. Dr. Christian Elger
Epileptologische Klinik
Sigmund-Freud-Str. 25
53105 Bonn
Tel./Fax: 287-5727/-4328Cand. med. Mischa Uebachs
14. Prof. Dr. Marcella Rietschel
Genetische Epidemiologie in der Psychiatrie
Zentral Institut für Seelische Gesundheit
Mannheim
Tel.: 0621/1703-713Dipl. Psych. Heike Tost
Seminarplan 2004
Graduiertenkolleg "Pathogenese von Krankheiten des Nervensystems"
Seminarplan 2004
Veranstaltungsort: Hörsaal 6, Institut für Anatomie der Haustiere, Katzenburgweg 9
(Eingang: Carl-Troll-Straße)
Zeit: Freitags, 16:15-17:45 Uhr
Datum:
Referent:
Thema:
13.02.2004
Dipl. Biol. Kerstin Wellershaus
Institut für Genetik, Universität Bonn
Cell type specific and inducible deletion of the neuronal connexin36 in the mouse
19.03.2004
Dr. Thomas G. Schulze
Division of Genetic Epidemiology in Psychiatry,Central Institute of Mental Health, Mannheim, Germany
Defining haplotype blocks and tag SNPs in the human genome
02.04.2004
PD Dr. Kurt Gottmann
Institut für Neuro- und Sinnesphysiologie, Heinrich-Heine Universität, Düsseldorf
Connecting the neocortex :
Formation and developmental maturation of glutamatergic synapses
30.04.2004
Dipl. biotech. Stefanie Terstegge
Institut für Rekonstruktive Neurobiologie,Universität Bonn
Scale up and in vitro differentiation of embryonic stem cells
14.05.2004
Arzt i. P. Thorsten Schultheiß
Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Universität Bonn
Modulation of transmitter release by a cannabinoid CB1 receptor inverse agonist, neutral antagonist and allosteric modulator
28.05.2004
Prof. Hans K. Schackert
Abteilung für Theoretische Chirurgie,Universitätsklinikum Dresden
Herpes Simplex Virus Thymidine Kinase and Ganciclovir Gene Therapy for Glioblastoma Multiforme
25.06.2004
Prof. Dr. Andreas Faissner
Ruhr-University,
Department of Cell Morphology
and molecular Neurobiology,
Universität BochumMatrix-dependent neuron-glia interactions in development and
regeneration02.07.2004
Dr. Thomas Mittmann
Institut für Neurophysiologie,Universität Bochum
Changes in presynaptic glutamate release and in
NMDA receptor function following lesions in the visual cortex of rats23.07.2004
Cand. med. Judith Anna-Maria Marx
Institut für Neuropathologie,Universität Bonn
Analysis of tumor resistance-mediating effector mechanisms in the nervous system of the BDIV rat
10.09.2004
Dr. Vera Kalscheuer
Max-Planck-Institute für Molekulare Genetik, Berlin
Chromosome rearrangements and other genetic abnormalities associated with developmental disabilities
24.09.2004
Cand. med. Manuel Mattheisen
Institut für Medizinische Biometrie, Informatik und Epidemiologie (IMBIE), Universität Bonn
Take five!? Empirical p-values in the field of MOD-score analysis
15.10.2004
Dr. rer. nat. Frau Sandra Löbbe-Werner
Institut für Pharmakologie, Universität Bonn
Changes in the expression of serotonin receptors induced by targeted disruption of the noradrenaline transporter gene
29.10.2004
Folgt
12.11.2004
Dr. Joost C. M. Holthuis
Department of Membrane Enzymology, Center for Biomembranes and Lipid Enzymology, Utrecht, The Netherlands
Identification of a family of animal sphingomyelin synthases
(vorläufig)
26.11.2004
Cand. med. Mina Popova & PD Dr. Martin Barann
Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und spezielle Intensivmedizin, Universität Bonn
Migraine drugs and their effects on human 5-HT3 receptors & Serotonin3 receptors and antiemetics
10.12.2004
Cand. med. Mischa Uebachs
Epileptologische Klinik, Universität Bonn
Do ion channels retain memories?
Zusätzliche Termine und aktuelle Änderungen vorbehalten. Anfragen an Husam Suliman.
Medizinstudenten müssen das 1. Staatsexamen absolviert haben und bereit sein, sich für zwei Semester vom Studium beurlauben zu lassen.
Naturwissenschaftliche Stipendiaten müssen einen akademischen Abschluss besitzen.
Detaillierte Informationen erhalten Sie auf der Homepage der Deutschen Forschungsgemeinschaft auf dem "Merkblatt Graduiertenkollegs" unter dem Punkt B I 1.1.
Verantwortlich: Husam Suliman
zuletzt geändert am 13.09.2004