Dr. med. Kay Goerke
Medizinisches Zentrum für Frauenheilkunde und
Geburtshilfe, Pilgrimstein 3, 35033 Marburg
Telefon: 06421 - 28 4400 Telefax: 06421 - 28
4435 e-mail: Goerke@mailer.Uni-Marburg.de
Marburg, den 28.06.1998
Arbeitstreffen Perinatologie, 17.6.1998 in Eschborn
10.30
- 14.00 Uhr
Teilnehmer
siehe gesonderte Liste
Kurzprotokoll vorläufige Fassung 28.06.98
Dr.
Goerke begrüßt die Teilnehmer und stellt kurz den Zweck des Treffens dar, nämlich
den Austausch zwischen den Perinatalgesellschaften und den Software-Anbietern zu
fördern. Die AIG versteht sich hierbei als Vermittler und Moderator,
bereit, medizinisches und infomationstechnisches know how in die Beratung und
Diskussion einzubringen. Dr. Goerke und Dr. Tutschek betonen, daß die AIG
hierzu keinerlei offiziellen Auftrag im Sinne des Gesetzgebers oder der Kostenträger
hat, die Perinatalerhebung aber wohl ohne unser Engagement nicht mehr weiter geführt
werden kann und wird.
Frau
Berlage und Herr Lack stellen kurz den bisherigen Verlauf bei der Entwicklung
und Überprüfung der Plausibilitätsprüfungen für den Neuen Datensatz
dar.
Von
Seiten der Software-Entwickler wird die Form der Darstellung der Plausibilitätsprüfungen
(nicht deren Inhalt!) in der Form des DKI als praktikabel angesehen.
Die
Plausibilitätsprüfungen des DKI seien inhaltlich nicht verwendbar, da in sich
widersprüchlich und medizinisch in vieler Hinsicht unsinnig.
Herr
Lack stellt eine selbst entwickelte Form vor, die auf der Basis einer
Excel-Tabelle zunächst die Feldbeschreibung mit den zulässigen Wertebereichen
("ranges") enthält und dann isoliert die notwendigen Querprüfungen.
Diese Form wird von allen Beteiligten als optimal angesehen.
Es
besteht folgender Konsens:
Die Plausibilitätsprüfungen
sollen in der von Herrn Lack vorgestellten Form veröffentlicht werden.
Hierzu wird eine Arbeitsgruppe
die Plausibilitäten des DKI und der Arbeitsgruppe um Frau Berlage überarbeiten
und in die von Herrn Lack vorgeschlagene Form bringen. Ziel dieser Überarbeitung
ist die Lösung offensichtlicher logischer Widersprüche innerhalb der
offiziellen Plausibilitätsprüfungen, soweit sie den Teilnehmern offenbar sind
oder von den Softwareherstellern bisher moniert wurden.
Mitglieder dieser
Gruppe sind
Frau Berlage
Herr Dr. Mink
Herr Dr. Tutschek
Herr Dr. Wolf
Herr Vonderheidt
Herr Lack
Herr Dr. Goerke
Die Gruppe
vereinbart folgende Treffen:
17.4.1998 10.00 Uhr
Eschborn
4.8.1998 10.00 Uhr
Eschborn
Somit dürfte bis Mitte
August eine für alle Beteiligte akzeptable Form der Plausibilitätsprüfungen
vorliegen.
Diese Tabelle wird
auf der Homepage der AIG veröffentlicht werden
Bei Änderungen
werden die Teilnehmer per e-mail darauf aufmerksam gemacht werden.
Auf der
AIG-Homepage sollen des Weiteren aufgefallene Fehler aufgelistet werden
Das
Prüfmodul der PAG’s wird derzeit von Herrn Bredehöft mit Herrn Dr.
Wolf zusammen erstellt.
Dieses
soll ebenfalls allen Software-Anbietern als Shareware über die AIG zur
Verfügung gestellt werden. Mit einer Realisierung ist bis Ende September zu
rechnen.
Die
Software-Hersteller würden das offizielle Prüfmodul an ihre jeweiligen
Programme anhängen und vor dem Export der Daten in der jeweiligen Klinik über
die Daten laufen lassen. Somit ist damit zu rechen, daß die bei den PAG’s
ankommenden Daten nahezu fehlerfrei sein dürften.
Die
PAG’s sollten sich unbedingt auf ein einheitliches Prüfmodul einigen
Zur
Einführung des neuen Datensatzes ergehen folgende Stellungnahmen der
PAG’S:
Niedersachsen:
derzeit völlig ungeklärte Vertragssituation, schwebendes juristisches
Verfahren. Geplant ist die Umstellung zum 1.1.1999, dann flächendeckend mit EDV
Hessen:
Umstellung komplett zum 1.1.1999, dann nur noch EDV zugelassen
Bayern:
Planung, ab 1.1.1999 umzustellen; da nur 50% EDV-Quote: neuer Bogen mit neuem
Datensatz ab 1.1.1999, im Laufe des Jahres bis 31.12.1999 komplette Umstellung
der EDV. Ab 1.1.2000 nur noch neuer Datensatz
Nordrhein-Westfalen:
Umstellung wahrscheinlich komplett zum 1.1.2000, dann nur noch EDV zugelassen
Baden
Württemberg:
akzeptiert bereits jetzt den neuen Datensatz per EDV, bis zum 31.12.1998 müssen
alle Krankenhäuser auf den neue Datensatz umgestellt haben, und möglichst nur
noch EDV verwenden
Hamburg:
Umstellung komplett im Laufe diesen Jahres auf neuen Datensatz (100 % EDV
Erfassung bereits jetzt)
Sachsen
und Thüringen:
Planung ab 1.1.1999 auf neuen Datensatz umzustellen.
4
weitere PAG’s:
unklare Situation, z.T. Vertragsprobleme, mangelnde EDV-Struktur
Die
AIG wird sich nicht als Software-TÜV oder Zertifizierungsstelle
verstehen. Vielmehr soll über die AIG den möglichen Anwendern ein neutrale
Marktübersicht auf der Homepage gegeben werden, ggf. mit Nennung von
Programmfeatures (Netzwerk, Hardware etc.) mit links zu den Herstellern und ggf.
Referenzkrankenhäusern. Weiterhin soll die Homepage der AIG auch als Forum für
Mitteilungen von Anwendern der Perinatalprogramme (z.B. Erfahrungsberichte mit
eingesetzten Programmen) fungieren, die von Interessierten dort eingesehen
werden können.
Die
AIG bemüht sich um die Erstellung von ca. 100 Probedatensätzen bis
August 1998, die den Herstellern zu einheitlichen Testung der Programme zur Verfügung
gestellt werden. Hierbei sollten sowohl "Routine"-Patientinnen als
auch konstruierte Fälle mit Problemen (Gemini, infans mortuus etc.) erstellt
werden.
Diese
Datensätze sollten bei den Herstellern eingegeben werden und dann nach der
Plausibilitätsprüfung durch die Herstellerprogramme exportiert werden. Die PAG
Hessen würde das Einlesen und die statistische Auswertung dieser von den
Herstellern exportierten Datensätze zur Probe übernehmen. Ein evtl. bei den
PAG´s verfügbares Statistikmodul könnte dann nach der formalen Prüfung
(Vollständigkeit, Plausibilität) weiter Aufschluß über die Vergleichbarkeit
der von den Programmen gelieferten Daten geben.
bearbeitet am 31.07.05 webmaster