In frühen Stadien des Harnröhrenkrebs können Symptome fehlen. Sie sollten einen Arzt aufsuchen, wenn ein Knoten oder eine Geschwulst an der Harnröhre auftritt, bei Schmerzen, Blutbeimengung oder anderen Problemen beim Wasserlassen.
Wenn Symptome auftreten, wird der Arzt den Patienten untersuchen und nach Knoten in der Harnröhre tasten. Bei Männern kann mit einem dünnen beleuchteten Rohr, das Zystoskop genannt wird und über den Penis in die Harnröhre eingeführt wird, das Innere der Harnröhre untersucht werden. Wenn der Arzt Zellen oder andere Zeichen findet, die nicht normal sind, kann eine kleine Gewebeprobe entnommen werden (das wird Biopsie genannt), die dann unter dem Mikroskop auf Krebszellen hin untersucht wird.
Die Heilungschancen (Prognose) und die Wahl der Behandlung hängen ab vom Stadium des Krebs (d.h. ob er nur in einer Region wächst, oder ob er sich auf andere Regionen ausgedehnt hat) und vom allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten.
Bei Frauen kann eine Operation erforderlich sein, bei der die Harnröhre, die Blase und die Scheide entfernt werden (vordere oder anteriore Exenteration). Lymphknoten der Beckenregion müssen eventuell entfernt werden (Lympknotendissektion). Nach dieser Operation kann eine plastische Operation zur Wiederherstellung einer neuen Scheide sinnvoll sein.
Wenn die Harnröhre entfernt wurde, ist es notwendig, dass der Arzt einen neuen Abflussweg für den Urin aus dem Körper schafft. Dieses wird Urinumleitung genannt. Wenn die Blase entfernt wurde, ist es notwendig, dass der Arzt für den Patienten eine neue Möglichkeit schafft, Urin zu speichern und auszuscheiden. Es gibt verschiedene Wege, um dieses zu erreichen.
Manchmal wird der Arzt die beiden Harnleiter in ein vorher herausoperiertes kleines Stück des Dünndarms oder Dickdarms einpflanzen. Der Teil dieses Stückchen Darmes bleibt im Bauchraum, ein Ende wird in eine Öffnung im vorderen Unterbauch eingenäht. Durch diese Öffnung (= Stoma) kann dann Urin den Körper verlassen. Diese künstliche Harnableitung wird Urostomie (oder Urostoma) genannt. Wenn ein Patient ein Urostoma hat, muss er einen speziellen Beutel am Körper tragen, in dem der Urin gesammelt wird. Dieser Beutel hat eine hautschonende Haftfläche, welche dicht um das Urostoma auf den Bauch geklebt wird. Wenn der Beutel gefüllt ist, kann man unten am Beutel einen dafür vorgesehenen Verschluss öffnen, durch den der Urin in die Toilette entleert wird. Die Urinbeutel selbst müssen nach einer bestimmten Zeit ausgewechselt werden, benutzte Beutel werden wie Windeln in den Hausmüll geworfen. Die heutigen Stomaversorgungsartikel sind flach anliegend, sicher haftend und geruchsdicht, so dass kein Außenstehender erkennen kann, dass jemand ein Stoma hat. Die Versorgung eines Stomas ist technisch gut zu erlernen und in der Regel kümmern sich die Patienten selbst um die Versorgung.
Je nach körperlichen und geistigen Voraussetzungen kann der Arzt auch einen größeren Teil des Dünndarms (oder einen Teil von Dünndarm und Dickdarm) verwenden, um aus den Darmschlingen einen neuen Speicher (Pouch) für Urin im Körperinneren zu schaffen. In diesen Pouch werden die Harnleiter eingenäht. Auch hier wird das eine Ende des zuvor herausoperierten Darmteiles als Stoma im rechten Unterbauch oder im Nabel eingenäht. Allerdings ist dieses Stoma so konstruiert, dass der Urin nicht von selbst heraus laufen kann; vielmehr wird der Urin über einen kleinen Schlauch (Katheter), den der Patient in das Stoma schiebt, direkt in die Toilette entleert. Eine ständige Beutelversorgung ist bei dieser dichten (sogenannten kontinenten) Urostomie daher in der Regel nicht nötig.Die Strahlentherapie setzt hochenergetische Röntgenstrahlen zum Abtöten von Krebszellen und zur Tumorverkleinerung ein. Die Strahlung kann aus einer Maschine außerhalb des Körpers kommen (externe Bestrahlung), oder von Materialien, die Strahlung erzeugen (Radioisotope) und die durch dünne Plastikröhrchen in die von Krebs befallene Region eingebracht werden (interne Bestrahlung). Eine Strahlentherapie kann alleine oder in Kombination mit einer Operation und/oder Chemotherapie eingesetzt werden.
Bei der Chemotherapie werden zur Abtötung der Krebszellen Medikamente eingesetzt. Die Medikamente für die Chemotherapie können geschluckt werden oder dem Körper über eine Nadel in eine Vene oder einen Muskel verabreicht werden. Die Chemotherapie wird auch systemische Therapie genannt, weil das Medikament in die Blutbahn eintritt und mit dem Blut durch den Körper transportiert wird, so daß es Krebszellen auch außerhalb der Harnröhre abtöten kann.
Eine Standardtherapie mag in Betracht gezogen werden aufgrund ihrer erwiesenen Wirkung in früheren Studien mit Patienten, oder es wird die Teilnahme an einer klinischen Studie erwogen. Nicht alle Patienten werden mit der Standardtherapie geheilt, und einige Standardbehandlungen haben auch mehr Nebenwirkungen als erwünscht. Um bessere Behandlungsmethoden für Krebspatienten herauszufinden, gibt es klinische Studien, die auf den neuesten Erkenntnissen basieren. In den meisten Teilen des Landes laufen klinische Studien mit Patienten, die an Harnröhrenkrebs leiden. Wenn Sie mehr über klinische Studien erfahren wollen, fragen Sie bitte Ihren Arzt.
Bei Frauen wird eines der folgenden Verfahren eingesetzt:
Bei Frauen wird wahrscheinlich eine Bestrahlung durchgeführt, gefolgt von einer Operation, oder eine alleinige Operation zur Entfernung der Harnröhre, der Organe der unteren Beckenregion (vordere oder anteriore Exenteration), oder nur des Tumors selber, wenn dieser klein ist. Normalerweise werden auch die Lymphknoten der Beckenregion entfernt (Lympknotendissektion), und Lymphknoten im Oberschenkel können entweder entfernt werden, oder nicht. Es wird eine neue Möglichkeit geschaffen, den Urin auszuscheiden (Urinumleitung).
Bei Männern wird die Behandlung wahrscheinlich eine Bestrahlung sein, gefolgt von einer Operation oder eine alleinige Operation zur Entfernung der Blase und Prostata (Zystoprostatektomie), des Penis (Penektomie) und der Harnröhre. Normalerweise werden auch die Lymphknoten der Beckenregion entfernt (Lympknotendissektion), und Lymphknoten im Oberschenkel können entweder entfernt werden, oder nicht. Es wird eine neue Möglichkeit geschaffen, den Urin auszuscheiden (Urinumleitung).
PDQ ist das umfassende Informationssystem des National Cancer Institute´´´´s der USA (NCI) über Krebs. PDQ ist fast vollständig unter "Http: //www.meb.uni-bonn.de/cancernet/" verfügbar. PDQ ist ein Service des NCI. Das NCI ist ein Teil des National Institutes of Health in the USA, eine Bundeseinrichtung für Biomedizinische Forschnung.
PDQ enthält Zusammenfassungen zum Thema Krebs.
Die PDQ (Physicians Data Query) Datenbank enthält aktuelle Informationen über Krebs, seine Vorbeugung, den Nachweis von Krebs, Genetische Informationen, die Behandlung, unterstützende Maßnahmen und alternative Therapiemöglichkeiten. Die meisten Dokumente sind in zwei Versionen verfügbar. Eine Version für Ärzte, die in medizinischer Fachsprache geschrieben ist, und ausführliche Fachinformationen enthält. Eine Version für Patienten, die in Laiensprache verfasst und einfach zu verstehen ist. Beide Versionen enthalten aktuelle und detaillierte Informationen zum Thema Krebs.
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Die Autoren sind Spezialisten auf dem Gebiet Krebs und angrenzenden Gebieten. Sie sind für die Erstellung und Aktualisierung verantwortlich. PDQ wird aktualisiert, sobald neue Informationen vorliegen. Überprüfen Sie anhand des Datums der letzten Aktualisierung, ob Sie wirklich die neuesten Informationen vor sich haben.
PDQ enthält auch Informationen über Klinische Studien.
Bevor eine Behandlung begonnen wird, sollte die Möglichkeit einer Teilnahme an einer Klinischen Studie mit dem Patienten besprochen werden. Klinische Studien sollen helfen, Fragen bezüglich einer Therapieverbesserung zu beantworten. Der Inhalt der Klinischen Studien basiert auf den Ergebnissen von vorangegangenen Studien und Erkenntnissen aus den Labors. Jede Klinische Studie beantwortet wissenschaftliche Fragen zur Verbesserung der Krebstherapie. Während einer Klinschen Studie werden Informationen über die Behandlung, die Nebenwirkungen, die Risiken und den Behandlungserfolg gesammelt. Zeigt eine Klinische Studie, daß die getestete Behandlung besser ist als die alte, wird die neue Behandlung für alle Patienten übernommen.
Eine Auflistung vieler nationaler und internationaler klinischen Studien ist Bestandteil des PDQ. Beschreigungen der Klinischen Studien sind sowohl für Ärzte als auch für Patienten erhältlich. Viele Ärzte, die bei klinischen Studien mitwirken, sind im PDQ aufgelistet. Wenn Sie mehr über klinische Studien wissen wollen, fragen Sie bitte Ihren Arzt.
Übersetzung: Dr. G. Quade, T. Ellinger, B. Burde, CaNetTransTool by B.Burde,
IMBIE, Universitätsklinik Bonn(Germany), Maria Hass (Deutsche ILCO e.V)
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