Die Hauptgruppen des nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinoms werden nach der Art der gefundenen Krebszellen bezeichnet: adenosquamöses Karzinom (auch als epidermoides Karzinom bezeichnet), Adenokarzinom, großzelliges Karzinom und undifferenziertes Karzinom.
Das nicht-kleinzellige Bronchialkarzinom ist eine nicht ungewöhnliche Erkrankung. Es wird in der Regel operativ (Entfernung des Tumors in einer Operation) oder mittels Bestrahlung (Einsatz hoher Dosen von Röntgenstrahlen zur Abtötung von Krebszellen) behandelt. Jedoch kann bei einigen Patienten auch Chemotherapie eingesetzt werden.
Ihre Prognose (Heilungschance) und die Wahl der Behandlung hängen vom Krebsstadium (ob er sich nur in der Lunge befindet oder sich auf andere Orte ausgeweitet hat), der Tumorgröße, der Art des Lungenkrebs, davon, ob Sie irgendwelche Beschwerden haben und Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand ab.
Die präventive (vorbeugende) Chemotherapie benutzt Medikamente, um dem Auftreten einer zweiten Krebserkrankung vorzubeugen.
Die Strahlentherapie setzt hochenergetische Röntgenstrahlen zum Abtöten von Krebszellen und zur Tumorverkleinerung ein. Die Strahlen können von einer Maschine außerhalb des Körpers (externe Strahlentherapie) kommen oder von radioaktiv strahlendem Material (Radioisotope), das durch kleine Plastikröhrchen in den Bereich eingeführt wird (innere Bestrahlungstherapie), in dem Krebszellen gefunden wurden.
Eine neue Form der Strahlentherapie wird "Radiochirurgie" genannt. Bei der Radiochirurgie wird die Strahlung direkt auf den Tumor zentriert und beeinträchtigt gesundes Gewebe möglichst wenig. Radiochirurgie wird gewöhnlich als Behandlung für Tumore gewählt, die das Gehirn betreffen.
Bei der Kryochirurgie werden Tumore tiefgefroren und zerstört. Die photodynamische Therapie nutzt eine besondere Art von Licht und spezielle Chemikalien, um Krebszellen abzutöten. Die Lasertherapie nutzt einen schmalen Lichtstrahl, um Krebszellen abzutöten. Kryochirurgie und photodynamische Therapie werden normalerweise im Rahmen klinischer Studien eingesetzt.
Operation, Bestrahlung und Chemotherapie werden zur Behandlung des nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinoms eingesetzt. Dennoch heilen diese Behandlungen den Patienten häufig nicht.
Wenn Sie Lungenkrebs haben, erwägen Sie vielleicht, an einer der zahlreichen klinischen Studien teilzunehmen, die zur Verbesserung der Behandlung durchgeführt werden. Klinische Studien werden in den meisten Regionen des Landes für alle Stadien des nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinoms durchgeführt. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt die Behandlungsmöglichkeiten für Sie.
Patienten mit nicht-kleinzelligem Bronchialkarzinom lassen sich, abhängig von dem Stadium der Krebserkrankung und der geplanten Behandlung, in drei Gruppen einteilen. Die erste Gruppe (Stadium 0, I und II) umfaßt Patienten, deren Tumor chirurgisch entfernt werden kann. Eine Operation, bei der nur ein kleiner Teil der Lunge entfernt wird, wird "Keilresektion" genannt. Wird ein ganzer Abschnitt (Lappen) der Lunge entfernt, wird die Operation "Lobektomie" genannt. Wird ein ganzer Lungenflügel entfernt, nennt man das "Pneumektomie".
Patienten aus dieser Gruppe, die wegen anderer medizinischer Probleme nicht operiert werden können, erhalten möglicherweise eine Bestrahlung. Ähnlich wie die Operation wird die Bestrahlung als lokale Therapie bezeichnet, da sie nur auf die Zellen in der behandelten Region einwirkt.
Die zweite Gruppe umfaßt Patienten mit Lungenkrebs, der sich in umliegende Gewebe oder Lymphknoten ausgebreitet hat. Diese Patienten können mit alleiniger Bestrahlung, mit Operation und Bestrahlung, Chemotherapie und Bestrahlung oder Chemotherapie allein behandelt werden.
Die dritte Gruppe bilden Patienten, deren Lungenkrebs auf andere Körperregionen übergegriffen hat. Bestrahlung kann eingesetzt werden, um die Tumormasse zu verringern und Schmerzen zu lindern. Die Chemotherapie kann zur Behandlung bei einigen Patienten in dieser Gruppe zur Anwendung kommen.
Die Behandlung kann eine der folgenden sein:
Die Behandlung kann eine der folgenden sein:
Um die Aktualität sicherzustellen, werden die Informationen im PDQ jeden Monat durch Experten für die Behandlung bei Krebs, die Vorbeugung, Vorsorgeuntersuchungen (Screening) und unterstützende Maßnahmen überprüft und aktualisiert. PDQ liefert auch Informationen über die Erforschung neuer Behandlungsmethoden (klinische Studien), die Adressen von Ärzten, die Krebsbehandlungen durchführen, und Krankenhäusern mit speziellen Behandlungsprogrammen für Krebspatienten. Die Behandlungshinweise in dieser Übersicht basieren auf den Übersichtsinformationen für Ärzte im PDQ bezüglich dieser Krebserkrankung.
Sie sollten vor Beginn der Therapie über die Teilnahme an einer klinischen Studie nachdenken. PDQ kann genutzt werden, um mehr über diese Studien zu erfahren. Eine klinische Studie ist ein Forschungsprojekt mit dem Ziel, die momentan praktizierten Behandlungsmethoden zu verbessern oder die Resultate von neuen Behandlungsmethoden für Krebspatienten zu erhalten. Klinische Studien basieren auf den Ergebnissen bereits durchgeführter Studien sowie neuen Erkenntnissen aus dem Forschungslabor. Jede Studie beantwortet bestimmte wissenschaftliche Fragen, um neue, bessere Wege der Krebsbehandlung zu finden. Es werden Informationen über neue Behandlungsmethoden, ihre Risiken und ihre mehr oder weniger gute Wirkung gesammelt. Wenn eine klinische Studie zeigt, daß eine neue Therapie besser als die zur Zeit als ''Standard'' eingesetzte ist, kann die neue Behandlungsmethode zur "Standardtherapie" werden. Eine Auflistung vieler nationaler und internationaler klinischen Studien ist Bestandteil des PDQ. Viele Ärzte, die bei klinischen Studien mitwirken, sind im PDQ aufgelistet.
Anfragen zu klinischen Studien richten Sie bitte an die Deutsche Krebsgesellschaft, Tel: 069 630096-0 in Frankfurt. Um mehr über Krebs und seine Behandlung, oder um mehr über klinische Studien bezüglich Ihrer Krebsart zu erfahren, rufen Sie bitte in Deutschland den "Krebsinformationsdienst (KID)" in Heidelberg, Tel.: 062 21 41 01 21 oder Fax: 062 21 40 18 06, in Österreich die "Krebshilfe" (Http: //www.krebshilfe.or.at/kontakte/landesorganisationen.html), Tel.: 01 796 6450-15 oder Fax: 01 796 6450-9 und in der Schweiz die "Schweizerische Krebsliga" (Http: //www.swisscancer.ch/deutsch/content/violett/beratunginfo_beratungsstellen.html), Tel.: 0800 55 88 38 an. Entsprechend geschulte Spezialisten werden Ihre Fragen zum Thema Krebs beantworten.
PDQ wird aktualisiert, sobald neue Informationen vorliegen. Überprüfen Sie anhand des Datums der letzten Aktualisierung, ob Sie wirklich die neuesten Informationen vor sich haben.
Übersetzung: Dr. G. Quade, S. Schnaittacher, B. Burde,
Anna-Katharina Littmeyer M.A., CaNetTransTool by B.Burde, IMBIE,
Universitätsklinik Bonn(Germany)
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