Diese Patienteninformation bezieht sich nur auf Tumore, die ihren Ursprung im Gehirn haben (primäre Hirntumore). Hirnmetastasen, das sind Hirntumore, die aus Krebszellen bestehen, die in anderen Körperteilen entstanden sind und sich nun in das Gehirn ausgebreitet haben (sog. "Tochtergeschwülste"), werden hier nicht behandelt. Hirntumore treten sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen auf; dennoch kann sich die Behandlung für Erwachsene von der für Kinder unterscheiden. (Für weitere Information sehen Sie bitte bei der PDQ-Patienteninformation über die Behandlung des Hirnturmors bei Erwachsenen nach. )
Wenn Ihr Kind Symptome hat, die von einem Hirntumor hervorgerufen werden können, wie z.B. schwere Kopfschmerzen, häufiges Erbrechen, Schwierigkeiten beim Gehen und enorme Schläfrigkeit, wird Ihr Arzt spezielle Untersuchungen anordnen. Eine Computertomographie (CT) ist eine Untersuchung, bei der Computer und Röntgenstrahlen benutzt werden, um Bilder vom Inneren des Körpers zu machen. Eine Magnetresonanztomographie (auch MRT, NMR oder Kernspintomographie genannt) ist eine Untersuchung, die dem CT ähnlich ist, die aber anstelle von Röntgenstrahlen Magnetfelder benutzt.
Häufig ist ein chirurgischer Eingriff notwendig, damit festgestellt werden kann, ob ein Hirntumor vorhanden ist, und welcher Hirntumor vorliegt. Der Arzt kann während des Eingriffs eine kleine Gewebeprobe aus dem Tumor entnehmen, welche dann unter dem Mikroskop untersucht wird. Dieser Vorgang wird Biopsie genannt. Manchmal wird vorsichtig ein kleines Loch in den Schädel gebohrt und dann mit einer Nadel eine kleine Gewebeprobe (Biopsie) entnommen.
Die Art der Behandlung und die Heilungschancen (Prognose) Ihres Kindes hängen ab von dem Ort, wo der Tumor wächst, seiner Ausdehnung (Größe), dem Alter und dem allgemeinen Gesundheitszustand Ihres Kindes.
Chemotherapie (Medikamenten werden zum Abtöten der Krebszellen eingesetzt)
Abhängig von den jeweiligen Notwendigkeiten für den Patienten können eine oder mehrere Behandlungsverfahren angewendet werden.
Wenn erfahrene Ärzte zusammenarbeiten, können sie am ehesten die beste Therapie für Kinder mit einem Ependymom anbieten. Die Behandlung Ihres Kindes wird meistens von erfahrenen Fachärzten durchgeführt, die auf die Behandlung von Kindern und krebskranken Kindern spezialisiert sind, wie z.B. Ärzten für Kinder-Neurochirurgie, Neurologie, Rehabilitation, Neuropathologie, Bestrahlungstherapie, medizinische Onkologie, Neuroradiologie, Endokrinologie und Psychologie.
Da Hirntumore häufig nicht entfernt werden können, ist die Bestrahlung die häufigste Behandlungsmethode bei Kindern über 3 Jahren mit Ependymomen. Die Strahlentherapie setzt hochenergetische Röntgen- und andere Strahlen ein, um die Krebszellen abzutöten oder Tumorgewebe schrumpfen zu lassen. Die Strahlung für die Therapie des Ependymoms kommt gewöhnlich aus einer Maschine außerhalb des Körpers (externe Bestrahlung).
Wenn möglich, wird versucht das Ependymom chirurgisch zu entfernen. Abhängig von der Lokalisation des Tumors, wird der Arzt Ihres Kindes soviel Tumorgewebe, wie möglich entfernen. Bei dieser Operation, die Kraniotomie genannt wird, wird eine kleine Öffnung in den Schädel gemacht, über die dann der Tumor erreicht werden kann. Wenn das Ependymom an einer Stelle wächst, wo es nicht entfernt werden kann, kann der chirurgische Eingriff auch nur aus einer Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie) bestehen.
Die Chemotherapie setzt Medikamente zur Abtötung der Krebszellen ein. Die Medikamente für die Chemotherapie können geschluckt, oder in eine Vene oder einen Muskel gespritzt werden. Chemotherapie wird auch "systemische Therapie" genannt, da sich die Medikamente über die Blutbahn im ganzen Körpers verteilen und so den Krebs an jeder Stelle des Körpers bekämpfen können. In klinischen Studien wird erforscht, ob durch den Einsatz von Chemotherapie die Notwendigkeit einer Bestrahlung von jungen Kindern hinausgezögert oder sogar beseitigt werden kann. Ebenfalls wird untersucht, ob ein Einsatz der Chemotherapie vor oder während einer Bestrahlung eine Verbesserung der Therapie bewirkt.
Die Art der Behandlung, die Ihr Kind bekommt, hängt ab vom Grad des Tumors, seiner Lokalisation und davon, ob es zuvor schon behandelt wurde. Ihr Kind kann eine Behandlung erhalten, die aufgrund ihrer erwiesenen Wirkungsweise in früheren Studien mit Patienten als Standardtherapie gilt, oder Sie erwägen die Teilnahme Ihres Kindes an einer klinischen Studie. Nicht alle Patienten werden mit der Standardtherapie geheilt, und einige Standardbehandlungen haben auch mehr Nebenwirkungen als erwünscht. Aus diesen Gründen gibt es klinische Studien um neue Behandlungsarten zu testen und um bessere Behandlungen für Krebspatienten zu finden. In den meisten Teilen des Landes laufen klinische Studien zur Behandlung von Ependymomen bei Kindern. Wenn Sie mehr wissen wollen, fragen Sie bitte Ihren Arzt.
PDQ ist das umfassende Informationssystem des National Cancer Institute´´´´s der USA (NCI) über Krebs. PDQ ist fast vollständig unter "Http: //www.meb.uni-bonn.de/cancernet/" verfügbar. PDQ ist ein Service des NCI. Das NCI ist ein Teil des National Institutes of Health in the USA, eine Bundeseinrichtung für Biomedizinische Forschnung.
PDQ enthält Zusammenfassungen zum Thema Krebs.
Die PDQ (Physicians Data Query) Datenbank enthält aktuelle Informationen über Krebs, seine Vorbeugung, den Nachweis von Krebs, Genetische Informationen, die Behandlung, unterstützende Maßnahmen und alternative Therapiemöglichkeiten. Die meisten Dokumente sind in zwei Versionen verfügbar. Eine Version für Ärzte, die in medizinischer Fachsprache geschrieben ist, und ausführliche Fachinformationen enthält. Eine Version für Patienten, die in Laiensprache verfasst und einfach zu verstehen ist. Beide Versionen enthalten aktuelle und detaillierte Informationen zum Thema Krebs.
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Die Autoren sind Spezialisten auf dem Gebiet Krebs und angrenzenden Gebieten. Sie sind für die Erstellung und Aktualisierung verantwortlich. PDQ wird aktualisiert, sobald neue Informationen vorliegen. Überprüfen Sie anhand des Datums der letzten Aktualisierung, ob Sie wirklich die neuesten Informationen vor sich haben.
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In den USA werden 2/3 der Kinder mit Krebsleiden in Klinischen Studien behandelt. Klinische Studien sollen helfen, Fragen bezüglich einer Therapieverbesserung zu beantworten. Der Inhalt der Klinischen Studien basiert auf den Ergebnissen von vorangegangenen Studien und Erkenntnissen aus den Labors. Jede Klinische Studie beantwortet wissenschaftliche Fragen zur Verbesserung der Krebstherapie. Während einer Klinschen Studie werden Informationen über die Behandlung, die Nebenwirkungen, die Risiken und den Behandlungserfolg gesammelt. Zeigt eine Klinische Studie, daß die getestete Behandlung besser ist als die alte, wird die neue Behandlung für alle Patienten übernommen.
Eine Auflistung vieler nationaler und internationaler klinischen Studien ist Bestandteil des PDQ. Beschreigungen der Klinischen Studien sind sowohl für Ärzte als auch für Patienten erhältlich. Wenn Sie mehr über klinische Studien zu Krebs bei Kindern erfahren wollen, wenden Sie sich bitte an die unten auf der Seite angegebenen Stellen.
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Weil eine Krebserkrankung bei Kindern selten ist, werden die meisten Kinder von Spezialisten in Kliniken mit besonderen Therapiemöglichkeiten für Kinder behandelt. PDQ enthält Informationen über Ärzte und Krankenhäuser die auf die Behandlung von Kindern mit einer Krebserkrankung spezialisiert sind. Wenn Sie mehr über Spezialisten und Krankenhäuser mit Programmen zur Krebstherapie bei Kindern erfahren wollen, wenden Sie sich bitte an die unten auf der Seite angegebenen Stellen.
Übersetzung: Dr. G. Quade, T. Ellinger, B. Burde, CaNetTransTool by B.Burde,
IMBIE, Universitätsklinik Bonn(Germany)
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