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Das Dokument "Prostatakrebs" wird Ihnen angeboten durch die Universitätsklinik Bonn

Prostatakrebs

208/01229


Hinweis
Beschreibung
Erklärung der Stadien
Überblick über die Behandlungsmöglichkeiten
Stadium I (a) Prostatakrebs
Stadium II (b) Prostatakrebs
Stadium III (c) Prostatakrebs
Stadium IV (d) Prostatakrebs
Rezidivierender Prostatakrebs
Übersicht über PDQ


Informationen aus dem PDQ für Patienten


Hinweis

Die vorliegenden Angaben beruhen auf Dokumenten des National Cancer Institute der USA. Für die Richtigkeit der in dieser deutschsprachigen Version gemachten Angaben können weder das National Cancer Institute noch die Universität Bonn oder ihre Mitarbeiter eine Garantie übernehmen. Fragen Sie daher in jedem Fall ihren Arzt!


BESCHREIBUNG

Was ist Prostatakrebs?

Prostatakrebs, eine häufig vorkommende Krebsart, ist eine Erkrankung, bei der (bösartige) Krebszellen in der Prostata (Vorsteherdrüse) des Mannes gefunden werden. Die Prostata, eine der männlichen Geschlechtsdrüsen, befindet sich unterhalb der Blase (das Organ, das Urin sammelt und entleert) und vor dem Mastdarm (dem letzen Teil des Darms). Die Prostata hat etwa die Größe einer Walnuß. Sie umschließt einen Teil der Harnröhre, einer Röhre, die den Urin von der Blase nach außerhalb des Körpers transportiert. Die Prostata produziert eine Flüssigkeit, die einen Teil des Samens bildet, eine weiße Flüssigkeit, welche die Samenzellen enthält.

Prostatakrebs wird in der Regel bei älteren Männern gefunden. Wenn Sie älter werden, wird die Prostata möglicherweise größer und blockiert die Harnröhre oder die Blase. Die kann zu Schwierigkeiten beim Wasserlassen führen oder die sexuelle Funktion beeinträchtigen. Diesen Zustand nennt man "benigne Prostatavergrößerung" (BPH), und wenn es sich auch nicht um Krebs handelt, so ist doch eventuell eine operative Korrektur notwendig. Die Beschwerden bei benigner Prostatavergrößerung und bei anderen Problemen mit der Prostata können denen bei Prostatakrebs ähnlich sein.

Sie sollten einen Arzt aufsuchen, wenn Sie eine der folgenden Beschwerden haben: schwacher oder unterbrochener Urinfluß, häufiges Wasserlassen (insbesondere nachts), Schwierigkeiten beim Wasserlassen, Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen oder bohrende Schmerzen in Rücken, Hüfte oder Becken. Häufig fehlen Beschwerden bei Prostatakrebs im Frühstadium. Um Sie zu untersuchen, wird Ihr Arzt einen Finger mit übergezogenem Fingerling in den Dickdarm stecken (rektale Untersuchung) und die Prostata nach Knoten abtasten. Eine spezielle Untersuchungsmethode namens Ultraschall, bei der mittels Schallwellen ein Bild Ihrer Prostata hergestellt wird, kann auch angewendet werden.

Wenn Ihr Arzt etwas Ungewöhnliches tastet, wird er möglicherweise Zellen aus Ihrer Prostata entnehmen und unter dem Mikroskop betrachten. Ihr Arzt macht dieses üblicherweise, indem er eine sehr feine Nadel in die Prostata einführt und Zellen herausholt. Um an Ihre Prostata zu gelangen, führt Ihr Arzt die Nadel durch den Dickdarm oder durch den Zwischenraum zwischen Skrotum (Hodensack) und Darmausgang (dieser Zwischenraum wird Perineum genannt). Dieses wird "Feinnadelaspiration" oder "Nadelbiopsie" genannt.

Die Heilungschance (Prognose) hängt vom Stadium der Krebserkrankung (ob sie auf die Prostata beschränkt ist oder auf andere Teile des Körpers übergegriffen hat) und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten ab.


ERKLÄRUNG DER STADIEN

Stadien des Prostatakrebs

Wenn Prostatakrebs entdeckt wird (diagnostiziert), werden zusätzliche Untersuchungen durchgeführt, um herauszufinden, ob der Krebs sich von der Prostata auch auf umliegendes Gewebe oder auf andere Regionen des Körpers ausgebreitet hat. Dieses nennt man Stadieneinteilung. Um eine Behandlung planen zu können, muß der Arzt das Stadium der Erkrankung kennen. Bei Prostatakrebs gibt es die folgenden Stadien.

Stadium I (A)

Prostatakrebs in diesem Stadium kann nicht getastet werden und verursacht keine Beschwerden. Der Krebs ist auf die Prostata beschränkt und wird nur zufällig bei einer Operation aus einem anderen Grund, wie z.B. der benignen Prostatavergrößerung, gefunden. Krebszellen können an einer einzigen Stelle in der Prostata oder auch an mehreren Stellen in der Prostata gefunden werden.

Stadium II (B)

Der Tumor wurde möglicherweise mittels einer Nadelbiopsie zur Abklärung eines zu hohen PSA-Wertes bei der Blutuntersuchung entdeckt, oder er wurde im Rahmen einer rektalen Untersuchung getastet, auch wenn Krebszellen nur in der Prostata gefunden wurden.

Stadium III (C)

Krebszellen haben sich außerhalb der Prostatakapsel in dem die Prostata umgebendem Gewebe ausgebreitet. Die Samen produzierenden Drüsen (die Samenbläschen) können Krebszellen enthalten.

Stadium IV (D)

Krebszellen haben sich auf Lymphknoten (nahe oder weit entfernt von der Prostata) oder auf Organe und Gewebe weit weg von der Prostata ausgebreitet (metastasiert) wie Knochen, Leber oder Lunge.

Rezidiv

Ein Rezidiv bedeutet, daß der Krebs nach einer Therapie wieder aufgetreten ist (Rückfall). Er kann in der Prostata oder in anderen Körperpartien wieder auftreten.

Zur Stadieneinteilung der Prostata kann auch das T (Tumorgröße) N (Stärke des Lymphknotenbefalls) M (Stärke des Befalls anderer Körperteile) System benutzt werden.


ÜBERBLICK ÜBER DIE BEHANDLUNGSMÖGLICHKEITEN

Wie Prostatakrebs behandelt wird:

Es gibt für alle Patienten mit Prostatakrebs Behandlungsmöglichkeiten. Fünf Arten der Behandlung kommen in Frage: Operation ist eine häufige Therapie bei Prostatakrebs. Mittels einer der folgenden Operationsmethoden wird der Tumor entfernt. Eine Operation wird gewöhnlich nur bei Patienten durchgeführt, mit gutem Gesundheitszustand, die nicht älter als 70 Jahre sind, oder eine Operation wünschen.

Die "radikale Prostatektomie" ist die Entfernung der Prostata und etwas umliegenden Gewebes. Ihr Arzt wird die Operation entweder durch einen Schnitt in das Perineum (zwischen dem Hodensack und dem Darmausgang) als sogenannte "perineale Prostatektomie" oder durch einen Schnitt in den Unterleib als sogenannte "retropubische Prostatektomie" durchführen. Die radikale Prostatektomie wird nur dann vorgenommen, wenn der Tumor sich noch nicht außerhalb der Prostata verbreitet hat. Häufig wird der Arzt vor Durchführung einer Prostatektomie eine operative Entfernung der Beckenlymphknoten durchführen, um zu sehen, ob sie Krebszellen enthalten. Dies nennt man eine "Beckenlymphknotensektion". Wenn in den Lymphknoten Krebszellen sind, wird Ihr Arzt normalerweise keine Prostatektomie durchführen, sondern Ihnen zu diesem Zeitpunkt eventuell - oder auch nicht - eine andere Therapie empfehlen. Impotenz und unfreiwilliger Harnabgang aus der Blase kann bei Männern als Folge der Operation auftreten.

Die "transurethrale Resektion" ist ein Vorgang, bei dem mittels eines Instrumentes, das eine Drahtschlaufe am Ende besitzt und durch die Harnröhre in die Prostata eingeführt wird, der Tumor aus der Prostata geschnitten wird. Diese Operation wird manchmal durchgeführt, um vom Tumor verursachte Beschwerden zu lindern, bevor eine andere Behandlung stattfindet oder bei Männern, bei denen die radikale Prostatektomie wegen ihres Alters oder wegen weiterer Krankheiten nicht möglich ist.

Die Kältechirurgie ist eine operative Methode, bei der Krebszellen durch Einfrieren abgetötet werden.

Die Strahlentherapie setzt hochenergetische Röntgenstrahlen zum Abtöten von Krebszellen und zur Tumorverkleinerung ein. Die Strahlen können von einer Maschine außerhalb des Körpers (externe Strahlentherapie) kommen oder von radioaktiv strahlendem Material (Radioisotope), das durch kleine Plastikröhrchen in den Bereich eingeführt wird (innere Bestrahlungstherapie), in dem Krebszellen gefunden wurden. Impotenz kann Folge einer Strahlentherapie sein.

Die Hormontherapie wird genutzt, um das Wachstum der Krebszellen mittels Hormonen zu stoppen. Die Hormontherapie des Prostatakarzinoms kann verschiedene Formen annehmen. Männliche Hormone (insbesondere Testosteron) können das Wachstum des Prostatakarzinoms fördern. Um das Tumorwachstum aufzuhalten, können weibliche Geschlechtshormone oder ein Medikament namens "LHRH Agonist" verabreicht werden, die die Produktion von männlichen Geschlechtshormonen vermindern. Manchmal werden die Hoden auch operativ entfernt (Orchiektomie), um die Testosteronproduktion der Hoden zu beenden. Diese Behandlung wird gewöhnlich bei Männern mit fortgeschrittenem Prostatakrebs durchgeführt. Die Vergrößerung der Brust ist eine häufige Nebenwirkung der Therapie mit weiblichen Geschlechtshormonen (Östrogene). Andere Nebenwirkungen, die nach Hodenentfernung auftreten können, sind Hitzewallungen, eine Beeinträchtigung der sexuellen Funktion und ein Nachlassen des Sexualtriebs.

Die Chemotherapie setzt Medikamente zur Abtötung der Krebszellen ein. Chemotherapie kann in Tablettenform eingenommen werden, oder sie wird dem Körper direkt über eine Vene oder in den Muskel zugeführt. Chemotherapie wird auch "systemische Therapie" genannt, denn die Medikamente gelangen in den Blutkreislauf, wandern durch den Körper und können Krebszellen außerhalb der Prostata zerstören. Bis heute trägt die Chemotherapie nicht entscheidend zur Behandlung des Prostatakrebs bei, es werden jedoch klinische Studien durchgeführt, um wirksamere Medikamente zu finden.

Die biologische Therapie versucht, den Körper anzuregen, selbst gegen den Krebs zu kämpfen. Sie nutzt Material, das der eigene Körper herstellt oder das in einem Labor hergestellt wurde, um die natürliche eigene Körperabwehr anzuregen, zu lenken oder wiederaufzubauen. Biologische Therapie wird manchmal auch als Veränderung des biologischen Antwortverhaltens (englisch BRM) oder Immuntherapie bezeichnet.

Behandlung je nach Stadium

Die Behandlung des Prostatakrebs hängt von der Art und dem Stadium Ihrer Erkrankung, Ihrem Alter sowie Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand ab. Möglicherweise beschließt Ihr Arzt, Ihren Zustand eng zu überwachen, statt sofort eine Behandlung zu beginnen. Diese Entscheidung hängt davon ab, ob Ihnen die Krankheit Beschwerden bereitet, ob Sie älter sind, eine weitere ernste Erkrankung haben oder nur mäßig anormale Krebszellen gefunden wurden.

Eine Standardtherapie mag in Betracht gezogen werden aufgrund ihrer erwiesenen Wirkung in früheren Studien mit Patienten, oder es wird die Teilnahme an einer klinischen Studie erwogen. Nicht alle Patienten werden mit der Standardtherapie geheilt, und einige Standardbehandlungen haben auch mehr Nebenwirkungen als erwünscht. Um bessere Behandlungsmethoden für Krebspatienten herauszufinden, gibt es klinische Studien, die auf den neuesten Erkenntnissen basieren. Klinische Studien werden in den meisten Regionen des Landes für alle Stadien des Prostatakrebs durchgeführt. Wenn Sie mehr über klinische Studien erfahren wollen, fragen Sie bitte Ihren Arzt.


STADIUM I (A) PROSTATAKREBS

Die Behandlung kann eine der folgenden sein:
1. Ihr Arzt kontrolliert Ihren Zustand engmaschig, ohne eine Behandlung zu beginnen. Ihr Arzt kann für Sie diese Möglichkeit wählen, wenn der Tumor keine Symptome oder andere Beschwerden verursacht und eventuell nur langsam wächst.
2. Strahlentherapie.
3. Operation, um die Prostata und das umgebende Gewebe zu entfernen (radikale Prostatektomie) mit oder ohne Einsatz neuer Techniken, um die für die Erektion sowie zum Schutz gegen unfreiwilligen Harnabgang notwendigen Nerven zu schonen (nerve sparing technique). Eine Bestrahlung kann sich der Operation anschließen.
4. Innere Strahlentherapie.
5. Eine klinische Studie zur Bestrahlungstherapie von außen unter Anwendung neuer Methoden.
6. Andere klinische Studien.


STADIUM II (B) PROSTATAKREBS

Wenn der Tumor weder tastbar noch in Bildgebenden Verfahren sichtbar ist, kann die Behandlung eine der folgenden sein:
1. Ihr Arzt kontrolliert Ihren Zustand engmaschig, ohne eine Behandlung zu beginnen. Ihr Arzt kann für Sie diese Möglichkeit wählen, wenn der Tumor keine Symptome oder andere Beschwerden verursacht und eventuell nur langsam wächst.
2. Strahlentherapie.
3. Operation, um die Prostata und das umgebende Gewebe zu entfernen (radikale Prostatektomie) mit oder ohne Einsatz neuer Techniken, um die für die Erektion sowie zum Schutz gegen unfreiwilligen Harnabgang notwendigen Nerven zu schonen (nerve sparing technique). In der Regel werden auch einige Beckenlymphknoten entfernt. Eine Bestrahlung kann sich der Operation anschließen. 4. Innere Strahlentherapie.
5. Eine klinische Studie zur Bestrahlungstherapie von außen unter Anwendung neuer Methoden.
6. Andere klinische Studien.

Sollte ein Tumor nachweisbar sein, der sich auf die Prostata beschränkt, kann die Therapie eine der folgenden sein:
1. Komplette Entfernung der Prostata z.T. mit einem nevernschonenden Verfahren, und möglicherweise gefolgt von der Entfernung der Beckenlymphknoten. Eine Bestrahlung kann sich der Operation anschließen.
2. Strahlentherapie.
3. Ihr Arzt kontrolliert Ihren Zustand engmaschig, ohne eine Behandlung zu beginnen. Ihr Arzt kann für Sie diese Möglichkeit wählen, wenn der Tumor keine Symptome oder andere Beschwerden verursacht und eventuell nur langsam wächst.
4. Innere Strahlentherapie. 5. Eine klinische Studie zur Bestrahlungstherapie von außen unter Anwendung neuer Methoden.
6. Eine Klinische Studie in der Kälte zur Abtötung der Tumorzellen eingesetzt wird (Kryosurgery).
7. Andere Klinische Studien, in denen der Operation eine Hormontherapie folgt.


STADIUM III (C) PROSTATAKREBS

Die Behandlung kann eine der folgenden sein:
1. Hormontherapie.
2. Strahlentherapie. Eine Hormontherapie kann die Strahlentherapie ergänzen.
3. Operation, um die Prostata und das umgebende Gewebe zu entfernen (radikale Prostatektomie). In der Regel werden auch einige Beckenlymphknoten entfernt. Eine Bestrahlung kann sich der Operation anschließen.
4. Ihr Arzt kontrolliert Ihren Zustand engmaschig, ohne eine Behandlung zu beginnen. Ihr Arzt kann für Sie diese Möglichkeit wählen, wenn der Tumor keine Symptome oder andere Beschwerden verursacht und eventuell nur langsam wächst.

Wenn für Sie keine Operation oder Bestrahlung mit dem Ziel der Heilung in Frage kommt, gibt Ihnen Ihr Arzt möglicherweise eine "palliative Behandlung" (Behandlung, um Beschwerden durch die Erkrankung wie z.B. unfreiwilligen Harnabgang, zu lindern). In diesem Fall kann Ihre Behandlung eine der folgenden sein:
1. Strahlentherapie.
2. Hormontherapie.
3. Operation, um den Krebs mittels eines Instrumentes, das eine Drahtschlaufe am Ende besitzt und durch die Harnröhre in die Prostata eingeführt wird, aus der Prostata zu schneiden (transurethrale Resektion).
4. Innere Strahlentherapie.
5. Eine klinische Studie zur Bestrahlungstherapie von außen unter Anwendung neuer Methoden.
6. Andere klinische Studien.
7. Eine Klinische Studie in der Kälte zur Abtötung der Tumorzellen eingesetzt wird (Kryosurgery).


STADIUM IV (D) PROSTATAKREBS

Die Behandlung kann eine der folgenden sein:
1. Hormontherapie.
2. Strahlentherapie.
3. Strahlentherapie zur Linderung von Beschwerden.
4. Operation zur Linderung von Beschwerden.
5. Sind Sie älter oder haben Sie eine andere ernste Erkrankung, wird Sie Ihr Arzt möglicherweise genau überwachen, ohne eine Behandlung durchzuführen. Ihr Arzt kann für Sie diese Möglichkeit wählen, wenn der Tumor keine Symptome oder andere Beschwerden verursacht und eventuell nur langsam wächst.
6. Klinische Studien zu Operationen, bei denen die Prostata und das umgebende Gewebe entfernt wird (radikale Prostatektomie) und der operativen Entfernung der Hoden (Orchiektomie).
7. Klinische Studie zur Chemotherapie.


REZIDIVIERENDER PROSTATAKREBS

Ihre Behandlung hängt von vielen Dingen ab, einschließlich der bisher erhaltenen Behandlung. Wenn Sie sich einer operativen Entfernung der Prostata unterzogen haben, und der Krebs nur in einem kleinem Gebiet wieder auftaucht, erhalten Sie möglicherweise eine Bestrahlung. Falls die Erkrankung auf andere Bereiche des Körpers übergegriffen hat, erhalten Sie wahrscheinlich eine Hormontherapie. Bestrahlung oder Chemotherapie werden zur Linderung von Beschwerden wie Knochenschmerzen angewandt. Sie können eventuell auch die Teilnahme an einer klinischen Studie zur Chemotherapie oder biologischen Therapie wählen.


ÜBERSICHT ÜBER PDQ

PDQ ist eine umfassenede Krebsdatenbank. Sie ist verfügbar unter www.meb.uni-bonn.de/cancernet.

PDQ ist das umfassende Informationssystem des National Cancer Institute´´´´s der USA (NCI) über Krebs. PDQ ist fast vollständig unter "Http: //www.meb.uni-bonn.de/cancernet/" verfügbar. PDQ ist ein Service des NCI. Das NCI ist ein Teil des National Institutes of Health in the USA, eine Bundeseinrichtung für Biomedizinische Forschnung.

PDQ enthält Zusammenfassungen zum Thema Krebs.

Die PDQ (Physicians Data Query) Datenbank enthält aktuelle Informationen über Krebs, seine Vorbeugung, den Nachweis von Krebs, Genetische Informationen, die Behandlung, unterstützende Maßnahmen und alternative Therapiemöglichkeiten. Die meisten Dokumente sind in zwei Versionen verfügbar. Eine Version für Ärzte, die in medizinischer Fachsprache geschrieben ist, und ausführliche Fachinformationen enthält. Eine Version für Patienten, die in Laiensprache verfasst und einfach zu verstehen ist. Beide Versionen enthalten aktuelle und detaillierte Informationen zum Thema Krebs.

PDQ Krebsinformationen werden von Fachleuten entwickelt und regelmäßig aktualisiert.

Die Autoren sind Spezialisten auf dem Gebiet Krebs und angrenzenden Gebieten. Sie sind für die Erstellung und Aktualisierung verantwortlich. PDQ wird aktualisiert, sobald neue Informationen vorliegen. Überprüfen Sie anhand des Datums der letzten Aktualisierung, ob Sie wirklich die neuesten Informationen vor sich haben.

PDQ enthält auch Informationen über Klinische Studien.

Bevor eine Behandlung begonnen wird, sollte die Möglichkeit einer Teilnahme an einer Klinischen Studie mit dem Patienten besprochen werden. Klinische Studien sollen helfen, Fragen bezüglich einer Therapieverbesserung zu beantworten. Der Inhalt der Klinischen Studien basiert auf den Ergebnissen von vorangegangenen Studien und Erkenntnissen aus den Labors. Jede Klinische Studie beantwortet wissenschaftliche Fragen zur Verbesserung der Krebstherapie. Während einer Klinschen Studie werden Informationen über die Behandlung, die Nebenwirkungen, die Risiken und den Behandlungserfolg gesammelt. Zeigt eine Klinische Studie, daß die getestete Behandlung besser ist als die alte, wird die neue Behandlung für alle Patienten übernommen.

Eine Auflistung vieler nationaler und internationaler klinischen Studien ist Bestandteil des PDQ. Beschreigungen der Klinischen Studien sind sowohl für Ärzte als auch für Patienten erhältlich. Viele Ärzte, die bei klinischen Studien mitwirken, sind im PDQ aufgelistet. Wenn Sie mehr über klinische Studien wissen wollen, fragen Sie bitte Ihren Arzt.


Um mehr über Krebs und seine Behandlung, oder um mehr über klinische Studien bezüglich Ihrer Krebsart zu erfahren, rufen Sie bitte in Deutschland den "Krebsinformationsdienst (KID)" in Heidelberg, Tel.: (0049) (0)62 21 41 01 21 oder Fax: (0049) (0)62 21 40 18 06, in Österreich die "Krebshilfe": Tel.: (0043) (0)1 796 64 50-15 oder Fax: (0043) (0)1 796 64 50-9 und in der Schweiz die "Schweizerische Krebsliga", Tel.: 0800 55 88 38 (Http: //www.swisscancer.ch/). Entsprechend geschulte Spezialisten werden Ihre Fragen zum Thema Krebs beantworten.
Datum der letzten Aktualisierung: 02/2002

Übersetzung: Dr. G. Quade, S. Schnaittacher, B. Burde, Anna-Katharina Littmeyer M.A., CaNetTransTool by B.Burde, IMBIE, Universitätsklinik Bonn(Germany)