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Hirntumor des Erwachsenen

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Hinweis
Beschreibung
Erklärung der Stadien
Überblick über die Behandlungsmöglichkeiten
Nicht- Infiltrierendes Astrozytom Beim Erwachsenen
Gut- Differenziertes Leicht- Oder Moderat- Anaplastisches Astrozytom Beim Erwachsenen
Anaplastisches Astrozytom Beim Erwachsenen
Glioblastoma Multiforme Beim Erwachsenen
Gehirnstamm- Gliom Beim Erwachsenen
Gut- Differenziertes Ependymom Beim Erwachsenen
Malignes Ependymom Beim Erwachsenen
Gut- Differenziertes Oligodendrogliom Beim Erwachsenen
Anaplastisches Oligodendrogliom Beim Erwachsenen
Mixed Gliom
Medulloblastom Beim Erwachsenen
Pinealom Beim Erwachsenen
Keim- Zell- Tumor des Zentralen Nervensystems Beim Erwachsenen
Kraniopharyngeom Beim Erwachsenen
Meningeom Beim Erwachsenen
Malignes Meningeom Beim Erwachsenen
Rezidiv Eines Hirntumors Beim Erwachsenen
Übersicht über PDQ
Selbsthilfegruppen


Informationen aus dem PDQ für Patienten


Hinweis

Die vorliegenden Angaben beruhen auf Dokumenten des National Cancer Institute der USA. Für die Richtigkeit der in dieser deutschsprachigen Version gemachten Angaben können weder das National Cancer Institute noch die Universität Bonn oder ihre Mitarbeiter eine Garantie übernehmen. Fragen Sie daher in jedem Fall ihren Arzt!


BESCHREIBUNG

Was ist ein Hirntumor beim Erwachsenen?

Bei einem Hirntumor im Erwachsenenalter wachsen Krebszellen (maligne Zellen) im Gehirngewebe. Das Gehirn ist der Ort für Denken, Lernen, die Sinne (Hören, Sehen, Riechen, Schmecken und Tasten) und die Gefühle. Es kontrolliert auch andere Teile des Körpers einschließlich der Muskeln, der Organe und der Blutgefäße.

Diese Übersicht betrifft Tumore, die im Gehirngewebe entstehen. Häufig werden Tumore im Gehirn gefunden, deren Ursprung irgendwo im Körper liegt und die sich von dort auf das Gehirn ausgebreitet (metastasiert) haben. Dies wird auch Hirnmetastase genannt.

Bei folgenden Symptomen sollte ein Arzt aufgesucht werden: häufige Kopfschmerzen, Erbrechen, Schwierigkeiten beim Gehen oder Sprechen.

Liegen Symptome vor, ordnet der Arzt möglicherweise eine Computertomographie (CT) an; eine spezielle Röntgenuntersuchung, bei der ein Computer ein Abbild des Gehirns erzeugt. Auch eine Magnetresonanztomographie (MR), bei der Magnetwellen zur Erzeugung eines Bildes vom Gehirn benutzt werden, kann durchgeführt werden. Häufig muß eine Operation durchgeführt werden, um festzustellen, ob ein Tumor und wenn ja, welcher Art, vorliegt.

Die Wahrscheinlichkeit einer Heilung (Prognose) und die Behandlung hängen von der Art des Hirntumors und der allgemeinen Verfassung des Patienten ab.


ERKLÄRUNG DER STADIEN

Welche Hirntumore gibt es?

Wurde ein Hirntumor festgestellt, müssen weitere Untersuchungen durchgeführt werden, um den Typ des Hirntumors festzustellen. Der Arzt muß auch wissen, wie sehr sich die Tumorzellen von benachbarten Zellen unterscheiden. Dies wird histologische Einstufung des Tumors genannt. Um die Behandlung zu planen, muß der Arzt Typ und histologische Einstufung des Tumors kennen. Hirntumore werden in die folgenden Gruppen eingeteilt.

Astrozytome

Astrozytome sind Hirntumore, die von Gehirnzellen ausgehen, die Astrozyten genannt werden. Es gibt unterschiedliche Arten von Astrozytomen, die nach dem Aussehen der Krebszellen unter dem Mikroskop unterteilt werden.

Nicht- infiltrierende Astrozytome

Nicht- infiltrierende Astrozytome sind langsam wachsende Tumore, die nicht in das umliegende Gewebe eindringen.

Gut- differenzierte leicht- und moderat- anaplastische Astrozytome

Gut differenzierte leicht- und moderat- anaplastische Astrozytome wachsen langsam, jedoch schneller als nicht- infiltrierende Astrozytome. Sie dringen in das umliegende Gewebe ein.

Anaplastische Astrozytome

Anaplastische Astrozytome bestehen aus Zellen, die sich sehr von normalen Zellen unterscheiden und schnell wachsen.

Glioblastoma Multiforme

Das Glioblastoma Multiforme ist ein Tumor, der sehr schnell wächst und dessen Zellen sich sehr von normalen Zellen unterscheiden. Das Glioblastoma Multiforme wird auch Astrozytom Grad IV genannt.

Hirnstamm-Gliome

Gehirnstamm Gliome sind Tumore, die von der Unterseite des Gehirns ausgehen, an der das Rückenmark in das Gehirn übergeht.

Kleinhirn-Astrozytom

Das Kleinhirn-Astrozytom entsteht im Kleinhirn, das an der Rückseite direkt über dem Hals liegt. Kleinhirn- Astrozytome wachsen gewöhnlich langsam und wandern normalerweise nicht von ihrem Ursprungsort aus in andere Bereiche des Gehirns oder des Körpers.

Ependymome

Ependymome sind Tumore, die vom Ependym ausgehen, das die Kanäle auskleidet, durch die Rückenmarksflüssigkeit fließt, die Gehirn und Rückenmark schützt. Es gibt verschiedene Arten von Ependymomen, die sich durch das Aussehen der Tumorzellen unter dem Mikroskop unterscheiden.

Gut- differenziertes Ependymom

Die Zellen der gut- differenzierten Ependymome sehen normalen Zellen unter dem Mikroskop sehr ähnlich und wachsen ziemlich langsam.

Anaplastisches Ependymom

Anaplastische Ependymome sind Tumore, deren Zellen nicht wie normale Zellen aussehen und die schneller als gut- differenzierte Ependymome wachsen.

Ependymoblastom

Ependymoblastome sind selten vorkommende Tumore, die gewöhnlich im Kindesalter auftreten. Sie können sehr schnell wachsen.

Oligodendrogliome

Oligodendrogliome gehen von sogenannten Oligodendrozyten im Gehirn aus, die Nervenzellen unterstützen und ernähren. Es gibt unterschiedliche Arten von Oligodendrogliomen, deren Zellen sich unter dem Mikroskop unterscheiden.

Gut- differenzierte Oligodendrogliome

Gut- differenzierte Oligodendrogliome sind langsam wachsende Tumore, deren Zellen unter dem Mikroskop normalen Zellen sehr ähnlich sehen.

Anaplastisches Oligodendrogliom

Anaplastische Oligodendrogliome wachsen schneller und unterscheiden sich bei der Betrachtung durch das Mikroskop sehr von normalen Zellen.

Andere Hirntumore

Mixed Gliom

Mixed Gliome sind Hirntumore, die mehr als eine Art Gehirnzellen enthalten, einschließlich Astrozyten, Ependymzellen und / oder Oligodendrozyten.

Medulloblastom

Medulloblastome sind Hirntumore, die vom unteren Teil des Gehirnes ihren Ausgang nehmen. Man findet sie meistens bei Kindern oder Jugendlichen. Diese Tumorart kann sich vom Gehirn auf das Rückenmark ausbreiten.

Pinealom

Pinealome sind Tumore, die um ein winziges Organ in der Nähe des Gehirnzentrums (Zirbeldrüse) herum vorkommen. Es gibt langsam wachsende (Pineozytome) oder schnell wachsende (Pineoblastome) Tumore. Auch Astrozytome können von hier ihren Ursprung nehmen.

Keimzelltumor

Keimzelltumore haben ihren Ursprung in den Keimzellen. Es gibt verschiedene Keimzelltumore wie Germinome, Embryonale Karzinome, Chorionkarzinome und Teratome.

Kraniopharyngeom

Kraniopharyngeome sind Tumore, die in der Nähe der Hypophyse vorkommen. Die Hypophyse ist ein kleines Organ von der Größe einer Erbse; diese Drüse befindet sich kurz oberhalb der Nase und kontrolliert viele Körperfunktionen.

Meningeom

Meningeome sind Tumore der Hirnhaut, die das Gehirn und das Rückenmark bedeckt. Meningeome wachsen gewöhnlich langsam.

Malignes Meningeom

Maligne Meningeome sind selten vorkommende Tumore, die schneller als andere Meningeome wachsen.

Chorion-Zell-Tumor

Die Chorionzellen befinden sich in den Ventrikel genannten Hohlräumen des Gehirns. Choroidzellen produzieren das Gehirnwasser, das die Hohlräume innerhalb des Gehirns (Ventrikel) ausfüllt und das Gehirn sowie das Rückenmark umgibt. Chorion-Zell-Tumore können langsam, (Chorion-Zell-Papillome) oder schneller (anaplastische Chorion-Zell-Papillome) wachsen. Die schnell wachsenden Tumore neigen eher zur Ausbreitung an andere Stellen im Gehirn oder in das Rückenmark.

Rezidiv

Ein Rezidiv bedeutet, daß der Krebs nach einer Therapie wieder aufgetreten ist (Rückfall). Er kann im Gehirn oder an einer anderen Stelle des Körpers wieder auftreten.


ÜBERBLICK ÜBER DIE BEHANDLUNGSMÖGLICHKEITEN

Wie ein Hirntumor beim Erwachsenen behandelt wird.

Für alle Patienten mit einem Hirntumor gibt es Behandlungsmöglichkeiten. Drei Behandlungsverfahren werden angewendet: Die Operation ist die häufigste Therapie beim Hirntumor. Um einen Tumor aus dem Gehirn zu entfernen, muß der Arzt einen Teil des Schädelknochens entfernen, bevor er das Gehirn erreichen kann. Diese Operation nennt man Kraniotomie. Nachdem der Krebsherd entfernt ist, wird entweder der herausgenommene Knochen oder ein Metall- oder Gewebestück zur Abdeckung der Öffnung im Schädel benutzt.

Die Bestrahlung nutzt Röntgenstrahlen, die von einem sogenannten Linearbeschleuniger oder einer Kobaltkanone erzeugt werden, um von außen Krebszellen abzutöten und Tumore zu verkleinern (Bestrahlung von außen). Eine Bestrahlung kann auch mittels radioaktiver Stoffe (Radioisotope) erfolgen, die durch dünne Plastikschläuche in den Tumor eingeführt werden, um Krebszellen von innen (Bestrahlung von innen) zu töten.

Bei der Chemotherapie werden zur Abtötung der Krebszellen Medikamente eingesetzt. Chemotherapie kann in Tablettenform eingenommen werden, oder sie wird dem Körper direkt über eine Vene oder in den Muskel zugeführt. Chemotherapie wird auch "systemische Therapie" genannt, da sich die Medikamente über die Blutbahn im ganzen Körpers verteilen und so den Krebs an jeder Stelle des Körpers bekämpfen können.

Die Biologische Therapie (die körpereigene Abwehr wird zur Krebsbekämpfung eingesetzt) wird im Rahmen Klinischer Studien untersucht. Die Biologische Therapie benutzt Material, welches der Körper selbst herstellt, oder welches in einem Labor gewonnen wird, um die körpereigene Abwehr gegen die Krankheit auszurichten, zu verstärken, oder wieder herzustellen. Biologische Therapie wird auch als Änderung des biologischen Antwortverhaltens (englisch BRM) oder Immuntherapie bezeichnet.

Behandlung je nach Art des Krebs

Die Behandlung des Gehirnkrebs beim Erwachsenen hängt von der Art des Krebs, dem Stadium der Erkrankung, dem Alter des Patienten und seinem allgemeinen Gesundheitszustand ab.

Sie erhalten eventuell eine Therapie, die auf Grund ihrer Wirksamkeit bei zahlreichen Patienten in vorausgegangenen Studien als Standard bezeichnet wird, oder Sie entschließen sich zur Teilnahme an einer klinischen Studie. Nicht alle Patienten werden mit der Standardtherapie geheilt, und einige Standardbehandlungen haben auch mehr Nebenwirkungen als erwünscht. Um bessere Behandlungsmethoden für Krebspatienten herauszufinden, gibt es klinische Studien, die auf den neuesten Erkenntnissen basieren. Klinische Studien werden in den meisten Ländern für die meisten Arten von Hirntumoren beim Erwachsenen durchgeführt. Wenn Sie mehr über klinische Studien erfahren wollen, fragen Sie bitte Ihren Arzt.


NICHT- INFILTRIERENDES ASTROZYTOM BEIM ERWACHSENEN

Die Behandlung kann eine der folgenden sein:
1. Operation, um den Tumor zu entfernen.
2. Operation, gefolgt von externer Strahlentherapie.
3. Tritt ein anaplastisches Astrozytom nach einer Operation wieder auf (Rezidiv), kann eine Bestrahlung erfolgen, sofern noch keine Bestrahlung stattfand. Erfolgte bereits eine Bestrahlung, sollte die Teilnahme an einer Klinischen Studie zur Chemotherapie oder Biologischen Therapie erwogen werden.


GUT- DIFFERENZIERTES LEICHT- ODER MODERAT- ANAPLASTISCHES ASTROZYTOM BEIM ERWACHSENEN

Die Behandlung kann eine der folgenden sein:
1. Operation, gefolgt von externer Strahlentherapie.
2. Nur Operation.
3. Teilnahme an einer Klinischen Studie zur Operation mit anschließender Bestrahlung und Chemotherapie.


ANAPLASTISCHES ASTROZYTOM BEIM ERWACHSENEN

Die Behandlung kann eine der folgenden sein:
1. Operation, gefolgt von externer Strahlentherapie.
2. Operation, gefolgt von externer Bestrahlung und Chemotherapie.
3. Teilnahme an einer Klinische Studie mit neuen Formen der Strahlentherapie wie der Bestrahlung von Innen, der intraoperativen Bestrahlung und der Gabe von Medikamenten, die die Strahlenempfindlichkeit der Krebszellen erhöhen.
4. Klinische Studie bezüglich Chemotherapie oder Biologischer Therapie nach Strahlentherapie.
5. Teilnahme an einer Klinische Studie zur Chemotherapie mit Medikamenten, die intraoperativ in den Körper gegeben werden.


GLIOBLASTOMA MULTIFORME BEIM ERWACHSENEN

Die Behandlung kann eine der folgenden sein:
1. Operation, gefolgt von externer Bestrahlung und Chemotherapie.
2. Operation, gefolgt von externer Strahlentherapie.
3. Teilnahme an einer Klinische Studie mit neuen Formen der Strahlentherapie wie der Bestrahlung von Innen, der intraoperativen Bestrahlung und der Gabe von Medikamenten, die die Strahlenempfindlichkeit der Krebszellen erhöhen.
4. Klinische Studie bezüglich Chemotherapie oder Biologischer Therapie nach Strahlentherapie.
5. Teilnahme an einer Klinische Studie zur Chemotherapie mit Medikamenten, die intraoperativ in den Körper gegeben werden.


GEHIRNSTAMM- GLIOM BEIM ERWACHSENEN

Die Behandlung kann eine der folgenden sein:
1. Externe Bestrahlung.
2. Klinische Studie bezüglich Chemotherapie oder biologischer Therapie.


GUT- DIFFERENZIERTES EPENDYMOM BEIM ERWACHSENEN

Die Behandlung kann eine der folgenden sein:
1. Operation, um den Tumor zu entfernen.
2. Operation, um den Tumor zu entfernen mit anschließender externer Strahlentherapie.
3. Klinische Studie bezüglich Chemotherapie oder biologischer Therapie.


MALIGNES EPENDYMOM BEIM ERWACHSENEN

Die Behandlung kann eine der folgenden sein:
1. Operation, um den Tumor zu entfernen mit anschließender externer Strahlentherapie.
2. Teilnahme an einer Klinische Studie zur äußeren Bestrahlung mit Chemotherapie.
3. Klinische Studie bezüglich Chemotherapie oder biologischer Therapie.


GUT- DIFFERENZIERTES OLIGODENDROGLIOM BEIM ERWACHSENEN

Die Behandlung kann eine der folgenden sein:
1. Operation, um den Tumor zu entfernen mit anschließender externer Strahlentherapie.
2. Operation, um den Tumor zu entfernen.
3. Klinische Studie bezüglich Bestrahlung mit Chemotherapie.


ANAPLASTISCHES OLIGODENDROGLIOM BEIM ERWACHSENEN

Die Behandlung kann eine der folgenden sein:
1. Operation, um den Tumor zu entfernen mit anschließender externer Strahlentherapie.
2. Operation, gefolgt von externer Bestrahlung und Chemotherapie.
3. Teilnahme an einer Klinische Studie mit neuen Formen der Strahlentherapie wie der Bestrahlung von Innen, der intraoperativen Bestrahlung und der Gabe von Medikamenten, die die Strahlenempfindlichkeit der Krebszellen erhöhen.
4. Klinische Studie bezüglich Chemotherapie oder Biologischer Therapie nach Strahlentherapie.


MIXED GLIOM

Die Behandlung kann eine der folgenden sein:
1. Operation, gefolgt von externer Strahlentherapie.
2. Operation, gefolgt von externer Bestrahlung und Chemotherapie.
3. Teilnahme an einer Klinische Studie mit neuen Formen der Strahlentherapie wie der Bestrahlung von Innen, der intraoperativen Bestrahlung und der Gabe von Medikamenten, die die Strahlenempfindlichkeit der Krebszellen erhöhen.
4. Klinische Studie bezüglich Chemotherapie oder Biologischer Therapie nach Strahlentherapie.


MEDULLOBLASTOM BEIM ERWACHSENEN

Die Behandlung kann eine der folgenden sein:
1. Operation, um den Tumor zu entfernen und externe Bestrahlung.
2. Teilnahme an einer Klinische Studie mit Operation, externer Bestrahlung und Chemotherapie

(Für weitere Information sehen Sie bitte bei der PDQ-Patienteninformation über die Behandlung von Hirntumoren bei Kindern nach. )


PINEALOM BEIM ERWACHSENEN

Die Behandlung kann eine der folgenden sein:
1. Operation und externe Bestrahlung.
2. Operation mit externer Bestrahlung und Chemotherapie.
3. Teilnahme an einer Klinische Studie mit neuen Formen der Strahlentherapie wie der Bestrahlung von Innen, der intraoperativen Bestrahlung und der Gabe von Medikamenten, die die Strahlenempfindlichkeit der Krebszellen erhöhen.
4. Klinische Studie bezüglich Chemotherapie oder Biologischer Therapie nach Strahlentherapie.


KEIM- ZELL- TUMOR DES ZENTRALEN NERVENSYSTEMS BEIM ERWACHSENEN

Die Behandlung ist abhängig von der Tatsache, ob der Tumor operativ entfernt werden kann, der Art der Krebszellen, dem Ort des Tumors und anderen Faktoren.


KRANIOPHARYNGEOM BEIM ERWACHSENEN

Die Behandlung kann eine der folgenden sein:
1. Operation, um den Tumor zu entfernen.
2. Operation, um den Tumor zu entfernen mit anschließender Bestrahlung.


MENINGEOM BEIM ERWACHSENEN

Die Behandlung kann eine der folgenden sein:
1. Operation, um den Tumor zu entfernen.
2. Operation plus Bestrahlung.
3. Strahlentherapie für Patienten, deren Tumore nicht operativ entfernt werden können.


MALIGNES MENINGEOM BEIM ERWACHSENEN

Die Behandlung kann eine der folgenden sein:
1. Operation, gefolgt von externer Strahlentherapie.
2. Teilnahme an einer Klinische Studie mit neuen Formen der Strahlentherapie wie der Bestrahlung von Innen, der intraoperativen Bestrahlung und der Gabe von Medikamenten, die die Strahlenempfindlichkeit der Krebszellen erhöhen.
3. Klinische Studie bezüglich Chemotherapie oder Biologischer Therapie nach Strahlentherapie.


REZIDIV EINES HIRNTUMORS BEIM ERWACHSENEN

Die Behandlung kann eine der folgenden sein:
1. Nur Operation oder Operation mit anschließender Chemotherapie.
2. Alleinige äußere Bestrahlung; falls bei vorausgegangenen Therapien nicht eingesetzt, kann zusätzlich eine Chemotherapie verabreicht werden.
3. Innere Strahlentherapie.
4. Chemotherapie.
5. Teilnahme an einer Klinische Studie zur Chemotherapie mit Medikamenten, die intraoperativ in den Körper gegeben werden.


Selbsthilfegruppen:

Deutsche Hirntumorhilfe http://www.hirntumorhilfe.de/hirntumor/


ÜBERSICHT ÜBER PDQ

PDQ ist eine umfassenede Krebsdatenbank. Sie ist verfügbar unter http://www.meb.uni-bonn.de/cancer.gov.

PDQ ist das umfassende Informationssystem des National Cancer Institute´´´´s der USA (NCI) über Krebs. PDQ ist fast vollständig unter "Http: //www.meb.uni-bonn.de/cancer.gov/" verfügbar. PDQ ist ein Service des NCI. Das NCI ist ein Teil des National Institutes of Health in the USA, eine Bundeseinrichtung für Biomedizinische Forschnung.

PDQ enthält Zusammenfassungen zum Thema Krebs.

Die PDQ (Physicians Data Query) Datenbank enthält aktuelle Informationen über Krebs, seine Vorbeugung, den Nachweis von Krebs, Genetische Informationen, die Behandlung, unterstützende Maßnahmen und alternative Therapiemöglichkeiten. Die meisten Dokumente sind in zwei Versionen verfügbar. Eine Version für Ärzte, die in medizinischer Fachsprache geschrieben ist, und ausführliche Fachinformationen enthält. Eine Version für Patienten, die in Laiensprache verfasst und einfach zu verstehen ist. Beide Versionen enthalten aktuelle und detaillierte Informationen zum Thema Krebs.

PDQ Krebsinformationen werden von Fachleuten entwickelt und regelmäßig aktualisiert.

Die Autoren sind Spezialisten auf dem Gebiet Krebs und angrenzenden Gebieten. Sie sind für die Erstellung und Aktualisierung verantwortlich. PDQ wird aktualisiert, sobald neue Informationen vorliegen. Überprüfen Sie anhand des Datums der letzten Aktualisierung, ob Sie wirklich die neuesten Informationen vor sich haben.

PDQ enthält auch Informationen über Klinische Studien.

Bevor eine Behandlung begonnen wird, sollte die Möglichkeit einer Teilnahme an einer Klinischen Studie mit dem Patienten besprochen werden. Klinische Studien sollen helfen, Fragen bezüglich einer Therapieverbesserung zu beantworten. Der Inhalt der Klinischen Studien basiert auf den Ergebnissen von vorangegangenen Studien und Erkenntnissen aus den Labors. Jede Klinische Studie beantwortet wissenschaftliche Fragen zur Verbesserung der Krebstherapie. Während einer Klinschen Studie werden Informationen über die Behandlung, die Nebenwirkungen, die Risiken und den Behandlungserfolg gesammelt. Zeigt eine Klinische Studie, daß die getestete Behandlung besser ist als die alte, wird die neue Behandlung für alle Patienten übernommen.

Eine Auflistung vieler nationaler und internationaler klinischen Studien ist Bestandteil des PDQ. Beschreigungen der Klinischen Studien sind sowohl für Ärzte als auch für Patienten erhältlich. Viele Ärzte, die bei klinischen Studien mitwirken, sind im PDQ aufgelistet. Wenn Sie mehr über klinische Studien wissen wollen, fragen Sie bitte Ihren Arzt.


Um mehr über Krebs und seine Behandlung, oder um mehr über klinische Studien bezüglich Ihrer Krebsart zu erfahren, rufen Sie bitte in Deutschland den "Krebsinformationsdienst (KID)" in Heidelberg, Tel.: (0049) (0)62 21 41 01 21 oder Fax: (0049) (0)62 21 40 18 06, in Österreich die "Krebshilfe": Tel.: (0043) (0)1 796 64 50-15 oder Fax: (0043) (0)1 796 64 50-9 und in der Schweiz die "Schweizerische Krebsliga", Tel.: 0800 55 88 38 (Http: //www.swisscancer.ch/). Entsprechend geschulte Spezialisten werden Ihre Fragen zum Thema Krebs beantworten.
Datum der letzten Aktualisierung: 02/2002

Übersetzung: Dr. G. Quade, S. Schnaittacher, B. Burde, CaNetTransTool by B.Burde, IMBIE, Universitätsklinik Bonn(Germany)