Um die Aktualität sicherzustellen, werden die Informationen im PDQ jeden Monat durch Experten für die Behandlung bei Krebs, die Vorbeugung, Vorsorgeuntersuchungen (Screening) und unterstützende Maßnahmen überprüft und aktualisiert. PDQ liefert auch Informationen über die Erforschung neuer Behandlungsmethoden (klinische Studien), die Adressen von Ärzten, die Krebsbehandlungen durchführen, und Krankenhäusern mit speziellen Behandlungsprogrammen für Krebspatienten. Die Behandlungshinweise in dieser Übersicht basieren auf den Übersichtsinformationen für Ärzte im PDQ bezüglich dieser Krebserkrankung.
Kinder oder Jugendliche, die an Krebs erkrankt sind, werden in speziellen Zentren behandelt. Dort gibt es Ärtzteteams, die speziell für die Behandlung und die Durchführung klinischer Studien im Falle von Krebs bei Kindern ausgebildet sind.
Sie können das PDQ nutzen, um mehr über die aktuelle Therapie verschiedener Krebserkrankungen zu erfahren. Es ist sinnvoll die Informationen aus diesem Text mit dem behandelnden Arzt ihres Kindes durchzusprechen, weil dieser die Situation ihres Kindes genau kennt.
In Deutschland werden Kinder mit einer bösartigen Erkrankung im Rahmen von kontrollierten multizentrischen Studien behandelt. Für jedes einzelne Krankheitsbild gibt es eine Studienzentrale mit einer Studienleitung. Dort werden die Behandlungsdaten aller Patienten gesammelt und ausgewertet, damit neue Erkenntnisse schnell allen Patienten zugute kommen können. Durch die relativ große Fallzahl wird es möglich, verschiedene Behandlungsverfahren miteinander zu vergleichen oder unerwünschte Nebenwirkungen der Behandlung besser zu dokumentieren. PDQ liefert Informationen über klinische Studien. Eine klinische Studie ist ein Forschungsprojekt, in dem versucht wird, gegenwärtige Behandlungsmethoden zu verbessern, oder neue Behandlungen für Menschen mit Krebserkrankungen zu finden. Klinische Studien basieren auf den Ergebnissen bereits durchgeführter Studien sowie neuen Erkenntnissen aus dem Forschungslabor. Jede Studie beantwortet spezielle wissenschaftliche Fragestellungen, um neue und bessere Wege zu finden, den Patienten mit Krebsleiden zu helfen. Im Laufe der klinischen Studien werden Informationen über neue Behandlungsmethoden, ihren Risiken und ihrer Wirksamkeit oder auch Unwirksamkeit gesammelt. Wenn eine klinische Studie zeigt, daß eine neue Behandlungsmethode besser ist als die Methode, die gegenwärtig als "Standardmethode" eingesetzt wird, kann diese neue Methode zur "Standardmethode" werden. Auf der Basis aktueller Erkenntnisse erstellt die Studienleitung einen Behandlungsplan (Therapieprotokoll) für das jeweilige Krankheitsbild, der für verschiedene Stadien und Risikogruppen unterschiedliche Vorgehensweisen vorsieht. Danach richten sich in Deutschland alle anerkannten Behandlungszentren für krebskranke Kinder. Die Studienleitung informiert auch in besonders schwierigen Einzelfällen, zum Beispiel bei Nichtansprechen auf die Behandlung, über eventuell mögliche andere oder ganz neue Verfahren. Sie finden die Adressen der deutschen Studienleitungen sowie weitere Informationen auf den Seiten der GPOH (Gesellschaft für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie). Http: //mz98.imsd.uni-mainz.de/GPOH/Studiengruppen.html Informationen rund um das Thema Krebs im Kindesalter erhalten Sie telefonisch bei der Deutschen Kinderkrebsstiftung in Bonn (Http: //www.kinderkrebsstiftung.de/), Tel.: +49 (0)228 - 91394-30 , Fax -33. In Österreich rufen Sie die Kinder-Krebs-Hilfe in Wien an: Tel.: +43-1-402 8890, Fax: +43-1-405-1020. In der Schweiz wenden Sie sich bitte an die Schweizerische Interessengemeinschaft für Krebskranke Kinder in Flumenthal, Tel.: +41-32-637-3085, Fax: +41-32-637-0367.
Eine Auflistung vieler nationaler und internationaler klinischen Studien ist Bestandteil des PDQ. Viele Ärzte, die bei klinischen Studien mitwirken, sind im PDQ aufgelistet.
Anfragen zu klinischen Studien bei Erwachsenen richten Sie bitte an die Deutsche Krebsgesellschaft, Tel: 069 630096-0 in Frankfurt. Um mehr über Krebs und seine Behandlung, oder um mehr über klinische Studien bezüglich Ihrer Krebsart zu erfahren, rufen Sie bitte in Deutschland den "Krebsinformationsdienst (KID)" in Heidelberg, Tel.: 062 21 41 01 21 oder Fax: 062 21 40 18 06, in Österreich die "Krebshilfe" (Http: //www.krebshilfe.or.at/kontakte/landesorganisationen.html), Tel.: 01 796 6450-15 oder Fax: 01 796 6450-9 und in der Schweiz die "Schweizerische Krebsliga" (Http: //www.swisscancer.ch/deutsch/content/violett/beratunginfo_beratungsstellen.html), Tel.: 0800 55 88 38 an. Entsprechend geschulte Spezialisten werden Ihre Fragen zu Thema Krebs beantworten.
PDQ wird aktualisiert, sobald neue Informationen vorliegen. Überprüfen Sie anhand des Datums der letzten Aktualisierung, ob Sie wirklich die neuesten Informationen vor sich haben.
Das "Ewing Sarkom" ist eine weitere Form des Knochenkrebs, aber unter dem Mikroskop stellen sich die Zellen anders dar als die Zellen des Knochensarkoms. Wenn Sie Informationen über das Ewing Sarkom benötigen, rufen Sie das Dokument über das Ewing Sarkom für Patienten auf.
Hat ein Patient Symptome (wie etwa Schmerzen oder Schwellungen von Knochen oder im Bereich von Knochen), so wird der Arzt möglicherweise eine Röntgenuntersuchung und Bluttests durchführen. Erhärtet sich dann der Verdacht, daß es sich um ein Knochensarkom handelt, so sollte der Arzt Ihnen empfehlen, sich an einen Kinderonkologen zu wenden. Dieser wird Sie zu einem in der Tumorchirurgie erfahrenem Spezialisten für die Entnahme einer Gewebeprobe aus dem betroffenen Gebiet schicken und die Probe in einem speziellen Labor auf Krebszellen hin untersuchen lassen. Dieser Vorgang wird Biopsie genannt. Die Gewebeprobe wird unter einem Mikroskop auf Krebszellen hin untersucht. Diese Biopsie wird wahrscheinlich in einem Krankenhaus durchgeführt.
Die Chance auf Heilung (Prognose) und die Wahl der Behandlung sind abhängig von der Größe, dem Gebiet des Auftretens, der Art und dem Stadium des Krebs (wie weit er sich bereits auf andere Organe ausgebreitet hat), seit wann die Symptome bestehen, wie viel Krebsgewebe bereits durch eine Operation entfernt wurde und/oder wie viele Krebszellen bereits durch eine Chemotherapie zerstört werden konnten, sowie dem Alter des Patienten, den Ergebnissen der Blutuntersuchung und anderer Teste und vom allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten.
Für alle Patienten mit Knochensarkom gibt es Behandlungsmöglichkeiten. Drei Behandlungsverfahren werden angewendet:
Forscher untersuchen an Patienten, deren Krebs sich nicht über den Knochen hinaus ausgebreitet hat, inwieweit eine Operation ohne Amputation durchgeführt werden kann, ohne daß der Krebs wiederkehrt (Gliedmaßen-erhaltendes Verfahren). Manchmal kann der Krebs ohne Amputation entfernt werden, dann können künstliche Strukturen oder Knochen aus einem anderen Körperteil den entfernten Knochen ersetzen.
Bei der Chemotherapie werden zur Abtötung der Krebszellen Medikamente eingesetzt. Sie kann in Tablettenform verabreicht werden oder sie wird direkt in die Muskeln oder die Blutbahn gegeben. Chemotherapie wird auch "systemische Therapie" genannt, da sich die Medikamente über die Blutbahn im ganzen Körper verteilen und so den Krebs an jeder Stelle des Körpers bekämpfen können. Eine Chemotherapie mit mehr als einem Medikament nennt sich Kombinierte Chemotherapie.
Manchmal werden die Medikamente der Chemotherapie direkt an den Ort des Krebs injiziert (eingespritzt), dies ist eine Regionale Chemotherapie. Beim Knochensarkom wird häufig durch eine Operation der örtliche Tumor entfernt und anschließend eine Chemotherapie durchgeführt, um die eventuell im Körper verbliebenen Krebszellen abtöten zu können. Eine Chemotherapie, welche nach einer Operation durchgeführt wird, nennt sich "Adjuvante Chemotherapie" (Begleitende Therapie). Eine Chemotherapie, die vor der Operation durchgeführt wird und den Zweck hat, den Tumor soweit schrumpfen zu lassen, daß er operiert Werden kann, nennt sich neoadjuvante Chemotherapie.
Die Strahlentherapie setzt hochenergetische Röntgenstrahlen zum Abtöten von Krebszellen und zur Tumorverkleinerung ein. Die Strahlung bei einem Knochensarkom kommt normalerweise von einer Maschine außerhalb des Körpers (Äußere Strahlentherapie).
Eine Standardtherapie mag in Betracht gezogen werden aufgrund ihrer erwiesenen Wirkung in früheren Studien mit Patienten, oder es wird die Teilnahme an einer klinischen Studie erwogen. Nicht alle Patienten werden mit der Standardtherapie geheilt, und einige Standardbehandlungen haben auch mehr Nebenwirkungen als erwünscht. Um bessere Behandlungsmethoden für Krebspatienten herauszufinden, gibt es klinische Studien, die auf den neuesten Erkenntnissen basieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie ist für Patienten mit Osteosarkom fast überall möglich. Wenn Sie mehr über klinische Studien wissen wollen, fragen Sie bitte Ihren Arzt.
Bricht der Krebs nur in der Lunge wieder aus, kann die Behandlung eine Operation sein (mit oder ohne Chemotherapie). Tritt er in Gebieten außerhalb der Lungen auf, kann eine kombinierte Chemotherapie erfolgen. Klinische Studien beschäftigen sich mit neuen Medikamenten für die Chemotherapie.
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